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„Wenn etwas zurückkommt, ist es das Schönste“

Landesehrenbriefe „Wenn etwas zurückkommt, ist es das Schönste“

„Mir war gar nicht bewusst, dass dieses Amt etwas besonderes ist, es lief eigentlich immer so nebenher“, sagt Renate Schneider, die zusammen mit Monika Kuhn-Temmler geehrt wurde.

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Monika Kuhn- Temmler (von links), Heinrich Löwer, Renate Schneider, Dr. Hans Heuser und Egon Vaupel bei der Verleihung der Ehrenbriefe.Foto: Edith Pfingst

Marburg. Seit 36 Jahren ist Renate Schneider als ehrenamtliche Richterin am Marburger Sozialgericht für Streitigkeiten um die gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung, die Altershilfe für Landwirte, um das Bundeselterngeld und das Elterzeitgesetz tätig. Es sind nicht viele, die um ihre ehrenamtliche Tätigkeit wissen. Jetzt wurde sie gemeinsam mit Monika Kuhn-Temmler, die ihr Amt seit 24 Jahren in Zuständigkeit für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung ausübt, für dieses außergewöhnliche Engagement geehrt. Während einer Feierstunde überreichte Oberbürgermeister Egon Vaupel den beiden Frauen den Ehrenbrief des Landes Hessen gemeinsam mit der dazugehörenden Anstecknadel.

Schwester Edith war als Marburger Ehrenbürgerin und Stadtälteste gekommen, das Ehepaar Ahrens überbrachte Glückwünsche und auch Dr. Hans Heuser, der Direktor des Marburger Sozialgerichts, sprach den Richterinnen seinen Dank aus: „Diese Frauen verhandeln Dinge, die oft das ganze Arbeitsleben einer Person widerspiegeln, und da ist es wichtig, dass man Richterinnen hat, die auf einen Fundus an Lebenserfahrung zurückgreifen können.“

OB Vaupel sagte: „Die beiden heute ausgezeichneten Damen haben durch ihr ausgewogenes Urteil im Laufe ihrer langjährigen Tätigkeit maßgeblich zur Rechtsfindung und Erhaltung des Arbeitsfriedens beigetragen und sind immer vorbildlich ihren Verpflichtungen nachgekommen.“

„Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann unheimlich spannend und interessant sein. Und wenn etwas zurückkommt ist es das Schönste“, bedankte sich Monika Kuhn- Temmler für die Auszeichnung. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters denken beide Frauen nicht ans Aufhören. Ihre Amtszeiten laufen noch bis 2016. „Solange ich gesund bin, ist es keine Frage weiterzumachen“, sagte Renate Schneider.

von Kristina Gerstenmaier

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