Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Wenn das Herz nicht mehr im Takt schlägt

Medizin-Vortrag Wenn das Herz nicht mehr im Takt schlägt

"Plötzlicher Herztod - Wenn das Herz nicht mehr im Takt schlägt": Das ist das Thema eines Vortrags des Mediziners Professor Bernhard Maisch, den er am Montag, 11. März, ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Peter und Paul, Biegenstraße 18, hält. Auf Einladung des ambulanten Hospiz- und Palliativ-Pflegedienstes der Malteser Marburg-Frankenberg referiert der Herzspezialist über die Krankheitsursachen für den plötzlichen Herztod.

Marburg. Die schwere Herzerkrankung hat sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit in Deutschland entwickelt. Rund 100000 Menschen pro Jahr erleiden den „plötzlichen Herztod“, den laut Maisch nur fünf Prozent der Betroffenen überleben. Die Hälfte dieser Überlebenden erleidet aber zudem schwerwiegende Spätschäden. Maisch will in seinem Vortrag besonders darauf aufmerksam machen, welche Vorboten es für den plötzlichen Herztod gibt. Dazu zählt er unter anderem Herzbeschwerden wie „Herzstolpern“ oder Vorhofflimmern. Auch wer schon einmal bewusstlos war und reanimiert werden musste, kann Gefahr laufen, einen plötzlichen Herztod zu erleiden.

Das breite Spektrum der Erkrankungen von Herz und Kreislauf nennt der langjährige Chef der Marburger Uni-Kardiologie als mögliche Krankheitsursachen: So zählt er die Erkrankungen des Herzmuskels, die koronare Herzerkrankung oder Bluthochdruck auf. Bei seinem Vortrag will Maisch dieses anhand von Patienten-Interviews und prominenter Herzkranker demonstrieren.

Herzrhythmusstörungen können sich laut Maisch in einem langsamen oder fehlenden Pulsschlag, aber auch in einem zu schnellen Pulsschlag aus der Herzkammer äußern. Erfasst werden diese Störungen durch den Kardiologen (Herz-Mediziner) im Elektrokardiogramm (EKG) oder bei einer Langzeit-Registrierung. Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchungen können geeignete Behandlungspläne vorgeschlagen werden. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Medikamenten zur Wiederherstellung eines regelmäßigen Herzschlags bis hin zum Einbau eines Herzschrittmachers oder eines Defibrillators zur Behandlung mit einem Elektroschock. Für Marburger, die eine herzrhythmusbedingte Bewusstlosigkeit erleiden sind an vielen öffentlich zugänglichen Gebäuden in der Stadt automatische externe Defibrillatoren verfügbar, erläutert Maisch. Mit dem App „Defi Now“ können die Standorte auf ein Smartphone heruntergeladen werden.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg