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Wenn Gott zur Heimat wird

Kongress "Next Plus" Wenn Gott zur Heimat wird

Die Teilnehmer versuchten, die Frage zu beantworten: Was ist eigentlich Heimat?

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Katharina Haubold vom Bibellesebund sprach über: „Heimat – eingebettet in Gottes große ­Geschichte“.

Quelle: Matthias Fischer

Marburg. Zum bereits zwölften Mal fand am Samstag der christlich geprägte Kongress „Next Plus“ unter dem Motto „100 Prozent Heimat“ am Ortenberg statt. Organisiert durch die Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor und den Deutschen Jugendverband „Entschieden für Christus“ folgten rund 500 junge Erwachsene der Einladung nach Marburg.

Dabei zeichnete die Veranstaltung dieses Jahr ein Novum aus: Bewusst entschieden sich die Organisatoren dazu, gezielt jüngere Menschen anzusprechen als in den Jahren zuvor. Die steigenden Besucher- und Teilnehmerzahlen belegen, dass diese Neuausrichtung durchaus als Erfolg gewertet werden kann.

Entsprechend der neuen Fokussierung haben sich dabei natürlich auch die Themen geändert, die dieses Jahr auf der Agenda standen, wie Bettina Bohlken, die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, im Gespräch mit der OP berichtete: Was bewegt beispielsweise junge Menschen, die aufgrund ihres Studiums umziehen und ihre Heimat verlassen? Wie gelingt der Spagat zwischen neuer Freiheit und alten Wurzeln? Und was ist Heimat eigentlich?

Dass diese Fragen nicht einfach zu beantworten sind, liegt klar auf der Hand, schließlich verbindet jeder mit dem Begriff etwas anderes: Vom „Wohnort der ersten Lebensjahre“, über „meine Couch“ bis zu „Weihnachten mit der Familie“ reichten die Antworten in einer kurzen Umfrage, die per Video eingespielt wurde.

Gerade die letzte Antwort legt nahe, dass man bei Heimat vielleicht allzu schnell von einer Örtlichkeit und nicht vom personellen oder terminalen Umfeld ausgeht.

Doch gerade die christlich-theologische Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat ist nicht ohne Weiteres Konfliktpotenzial: Wenn ich meine Heimat als Gott definiere, was genau hält mich dann noch auf der Erde?

„Ich halte hier kein Plädoyer­ für Selbstmord“, machte Refe­rentin Katharina Haubold vom Bibellesebund allerdings schnell in ihrer Predigt deutlich und verwies darauf, dass das Miteinander und das christlich gestaltete Leben untereinander im Fokus steht.

Ergänzt durch Seminare sollte der Kongress so orientierungssuchenden, jungen Menschen helfen, eine ganz persönliche Antwort auf die Frage nach ihrer Heimat zu finden: „Ein Kongress, der ihre Lebensthemen aufgreift, Vernetzung über Gemeindegrenzen hinaus bietet“, sagte Bernd Pfalzer, einer der beiden Kongressleiter und fasst zusammen: „Es war ein guter Start unter einem anderen Namen und mit neuem Anstrich.“

von Matthias Fischer

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