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„Wellcome-Engel“ stärken Familien

Fünf Jahre im Einsatz „Wellcome-Engel“ stärken Familien

Elf Helferinnen wurden während einer Feier besonders geehrt, außerdem ging eine Spende über 2000 Euro an das Projekt.

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Das „Welcome“-Team freut sich über eine Spende von Heike Foks (Sechste von rechts).

Quelle: Marie Rentergent

Marburg. „Wellcome“ unterstützt solche jungen Eltern im ersten Jahr nach der Geburt ihres Kindes, die in dieser Zeit zu wenig oder gar keine Hilfe durch Familie oder Freunde haben. Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) lobte bei der Fünf-Jahr-Feier im Historischen Rathaussaal die Arbeit, die „Wellcome“ leistet: „Vor fünf Jahren hat es in Marburg noch an niedrigschwelligen Hilfeleistungen für Familien mit bestimmten Problemlagen gemangelt.

Auch bei einer unproblematischen Schwangerschaft, auch wenn sich die Partner auf das Kind freuen und einen festen Beruf haben, können sie nach der Geburt doch überfordert sein. In diesem Bereich Hilfe anzubieten, das ist das ganz Wertvolle.“

Den elf ehrenamtlichen Helferinnen, den sogenannten „Engeln“, wurde ein besonderer Dank in Form von Blumen und Engelskerzen entgegengebracht, die Koordinatorin Sabine Rother-Holste überreichte.

Ihrer eigenen Rechnung zufolge haben die Engel insgesamt bereits 3450 Stunden Arbeit geleistet. „Und dabei muss man noch berücksichtigen, dass manche von ihnen häufiger zu Familien gehen, um zu helfen, als es von ihnen erwartet wird, oder sich sogar um mehrere Familien gleichzeitig kümmern“, sagte Rother-Holste.

Kai Abraham, Leiter der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, sprach der Urheberin Heike Foks ein besonderes Lob aus. Diese hat nämlich nicht nur vor mehr als fünf Jahren das Konzept „Wellcome“ nach Marburg gebracht, sondern sorge laut Abraham nach wie vor für die größte regelmäßige finanzielle Unterstützung.

So konnte sich das „Wellcome“-Team neben seinem fünfjährigen Bestehen über eine Summe von 2000 Euro freuen, die Heike Foks in Form eines Spendenschecks an Sabine Ro­ther-Holste übergab. Die Urheberin des „Wellcome“-Standorts sagte, sie habe eine gute Vorstellung davon, wie schwer es für eine Familie sei, ohne besondere Unterstützung durch Familie und Freunde nach einer Geburt den Alltag zu meistern. „Bei mir selbst ist diese Zeit nun fast 30 Jahre her, und ich erinnere mich noch gut daran, dass es auch damals verdammt schwierig war“, erzählte die Förderin. Eine andere wichtige finanzielle Stütze ist für das „Wellcome“-Team das von Tegut ermöglichte Projekt „Pfandtastisch“, wie Kai Abraham berichtete. Dabei können Tegut-Kunden sich entschließen, Pfandgeld zu spenden, anstatt es sich auszahlen zulassen.

So kommen regelmäßig bedeutende Beträge für „Wellcome“ zusammen. Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Klavierquintett. Unter der Leitung von Bettina Buchholz gaben die Schülerinnen ein französisches Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert und „Fairytale“ von Alexander Rybak zum Besten.

von Marie Rentergent

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