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Weitere Klinik-Mitarbeiter auf Keim untersucht

Tod eines Frühchens Weitere Klinik-Mitarbeiter auf Keim untersucht

Wie infizierten sich die beiden extrem früh geborenen Geschwisterkinder auf der Intensiv-Station mit einem Darmkeim? Diese Frage konnte die Klinik am Dienstagmittag noch nicht beantworten.

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Im Uniklinikum Marburg ist ein Frühchen an einer Keiminfektion gestorben.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nach dem Tod eines Frühchens, das mit einem Darmkeim infiziert war, sind weiterhin viele Fragen offen. Die Uni-Klinik Marburg hatte am Montag während einer Presekonferenz bekannt gegeben, dass bei zwei früh geborenen Zwillingen die Infektion mit Klebsiella oxytoca nachgewiesen worden war. Die Zwillinge wogen je weniger als 500 Gramm. Eines der beiden Zwillinge verstarb am 31. März, erklärte Professor Jochen Werner, ärztlicher Geschäftsführer des UKGM. Das andere Kind lebt. Bei ihm soll die Antibiotika-Therapie angeschlagen haben.

Der Keim - er ist nicht meldepflichtig - kommt relativ häufig vor, für gesunde Erwachsene sei er ungefährlich, erklärte Dr. Martin Just vom Gesundheitsamt, das die Vorgänge und die Aufklärung seitdem überwacht. Für Frühgeborene, deren Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist, kann er dagegen lebensbedrohlich sein.

Wer hat Ende März auf der Station gearbeitet?

Bei den anderen Neugeborenen der Station wurde der Erreger nach Angaben der Klinik nicht nachgewiesen. Die Klinik und die Aufsichtsbehörde konnten auch gestern keine neuen Ergebnisse mitteilen. Am Montag war Werner noch davon ausgegangen, dass die Untersuchungsergebnisse bis Dienstag vorliegen. „Wir wollen so schnell wie möglich mehr wissen. Aber die Screenings in der Mitarbeiterschaft sind noch nicht abgeschlossen“, sagte er am Dienstagvormittag im Gespräch mit der OP.

So werde derzeit geschaut, wer Ende März auf der Station gearbeitet habe. Aufgrund von Urlaub oder Schichtdiensten könne die Untersuchung nicht innerhalb eines Tages erfolgen. Wieviele Personen noch untersucht werden oder wurden, konnte Werner nicht sagen. Auch wollte er keine Angaben darüber machen, ob weitere Personen untersucht werden. Zum Personenkreis des Screenings mache er grundsätzlich keine Angaben, hieß es.

Am Montag hatte Werner berichtet, dass bei vier Mitarbeitern der Erreger nachgewiesen worden war, aber noch nicht ermittelt wurde, ob es sich um den selben Keim-Typ handelt wie bei den Frühchen. Ob sich die Kinder dadurch infizierten, sei noch unklar. Laut Gesundheitsamt sind mehrere Übertragungswege denkbar. Ein Fehler des Klinikums sei derzeit nicht zu erkennen.

von Anna Ntemiris

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Uniklinikum Marburg: Frühchen an Keiminfektion gestorben

Am Uniklinikum Marburg ist ein extrem früh geborener Zwilling gestorben. Bei dem Frühchen war die Infektion mit Klebsiella oxytoca nachgewiesen worden. Auch bei vier Mitarbeitern wurde der Keim gefunden.

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