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Weihnachts-Markt: Hoffen auf Besucher-Ansturm

Advents-Fest Weihnachts-Markt: Hoffen auf Besucher-Ansturm

Marburg will mit den Weihnachtsmärkten in Frankfurt und Kassel konkurrieren: Vom 29. November bis kurz vor Heiligabend sollen Tausende auf den Marktplatz und vor die Elisabeth-kirche strömen.

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Der Marburger Doppel-Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und vor der Elisabethkirche gilt Touristikern zufolge als Besucher-Magnet in den Adventswochen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Um mehr Besucher aus Süd- und Nordhessen in die Universitätsstadt zu locken, starten die Veranstalter eine landesweite Werbe-Offensive. Auf Radio-FFH werden etwa mehrmals wöchentlich Einspieler gesendet, 80000 Programmhefte werden an Haushalte außerhalb Marburgs versendet, 7500 liegen in der Stadt aus. Zudem wird die Marketing-Maschine im Internet angekurbelt. „Die Kulisse und das völlig andere Flair sprechen klar für Marburg“, sagt Jan-Bernd Röllmann, Stadtmarketing-Direktor.

Das mittelalterliche Ambiente der Stadt strahle in den Weihnachts-Wochen noch mehr über die Kreisgrenzen hinaus, ergänzt Franz Kahle (Grüne), Bürgermeister. „Wir werden unseren Ruf als Oberzentrum ausbauen“, sagt er. Die Hoffnungen ruhen auf auswärtigen Reiseveranstaltern: „Der Weihnachtsmarkt kurbelt den Tagestourismus erheblich an“, sagt Klaus Hövel von Marburg Tourismus und Marketing. Ein Busreise-Boom für die Adventszeit zeichne sich immer bereits im Vorjahr ab, wenn Anfragen bei den Touristikern eintrudeln.

Krippenausstellung und Eisbahn

Entscheidende Wochen stehen indes für die Wirtschaft bevor. Viele Geschäfte erwirtschaften bis zu 50 Prozent ihres Umsatzes in der Vorweihnachtszeit. Die Gewerbetreibenden seien, so Kahle, auf einen möglichst starken Besuchermagneten Weihnachtsmarkt angewiesen. „Marburg weiter als Einkaufsstadt zu profilieren ist daher ein wesentliches Ziel“, sagt Kahle. Mit nicht-kommerziellen Show-Angeboten solle es gelingen, Gäste ins Zentrum zu locken und zum Warenkauf zu animieren.

Doch nicht nur in Oberstadt und Nordstadt hoffen die Händler auf einen Kaufrausch: Speziell der Kaufpark Wehrda prescht voran. Gegenüber dem Bekleidungsgeschäft Begro wird eine Eislaufbahn aufgebaut. Wolfram Kühn und Co. vom dortigen Werbekreis wollen damit die Attraktivität des Kaufparks, die Verkaufszahlen in den Läden steigern. „Das ist keine Gegenveranstaltung zu dem, was im Zentrum passiert. Uns geht es vor allem darum, vor unserer Haustüre Kunden etwas zu bieten“, sagt er. Die Eisbahn samt Schlittschuh-Verleih wird, so die derzeitige Planung täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet haben und voraussichtlich zwei Euro Eintritt kosten. Ein Höhepunkt im Rathaus ist die Krippenausstellung, die laut Veranstalter vergangenes Jahr 5500 Gäste besuchten. Diese wird 2013 unter dem Motto „Engel“ stehen. Künstlerin Randi Grundke installiert besondere Figuren in den Krippen im Ausstellungsraum.

  • Geöffnet sein wird der Doppel-Weihnachtsmarkt täglich von 11 bis 20 Uhr. Seit Montag wird in der Stadt die Beleuchtung aufgebaut.

von Björn Wisker

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