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Weihnachten auch an andere denken

Kinder beschenken Kinder Weihnachten auch an andere denken

Ein Dutzend Schüler der Sophie-von-Brabant-Schule haben in ihrem Arbeitslehreunterricht 500 Plätzchen gebacken und diese an Kunden der Marburger Tafel verteilt.

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Rita Vaupel (links) und Lehrerin Maleen Kallweit (Dritte von rechts) sowie die Siebtklässler Jonathan Schmidt-Sommer (von links), Arad Akcan, Nils Engelhardt, Hamza Abdul-Ganiou und Adelina Engel bei der Übergabe der Keks-Spenden.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Es ist ein Effekt, den die Einrichtung der Kindertafel in Stadtallendorf nach sich gezogen hat. Dort erhalten Kinder seit 2007 einmal pro Woche kostenlose Nahrungsmittel. Die Spendenbereitschaft für die Kindertafel sei laut Rita Vaupel, Vorsitzende der Marburger Tafel, gerade in der Weihnachtszeit „überwältigend“. Doch es gerate bisweilen in Vergessenheit, dass auch in Marburg Kinder in Armut leben und Essensspenden brauchen.

Um dieser Schieflage ein klein wenig entgegenzuwirken, haben sich Schüler der Klassen 7a und 7b der Sophie-von-Brabant-Schule eine Weihnachtsaktion ausgedacht: Im Zuge ihres Arbeitslehreunterrichts, der hauswirtschaftliche Themen wie Kochen und Backen umfasst, haben sie zusammen mit ihrer Lehrerin Maleen Kallweit 500 Kekse gebacken. Diese verteilten die Kinder persönlich an Eltern, die Kunden bei der Marburger Tafel sind.

„Oh, das ist aber süß“, sagte eine Mutter von zwei Kindern, die den ersten Keksbeutel in Empfang nahm. An jedem Beutel waren Karten mit Weihnachtsgrüßen angebracht, mit denen sich die Schüler direkt an die Beschenkten richteten. Die Idee zu dieser Aktion kam von den Schülern selbst. Die Backzutaten bezahlten die Kinder selber. Doch sie meinten unisono, dass sich dieser kleine Aufwand lohne. „Ich finde es ohnehin traurig, wenn ich in der Stadt arme Menschen sehe.

Falls wir die Weihnachtszeit für manche Kinder ein bisschen besser machen, ist das super“, sagte die sichtlich bewegte Adelina Engel. Klassenkamerad Hamza Abdul-Ganiou stimmte zu: „Weihnachten soll man ja auch an andere Menschen denken. Nicht immer nur an sich selbst.“

von Benjamin Kaiser

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