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Wehrshausen werkelt an Modernisierung

Ortsbeirat Wehrshausen werkelt an Modernisierung

Homepage, Radwegenetz, Dorferneuerung und freies WLAN für die Bürger - über zahlreiche Themen beratschlagte der Ortsbeirat in Wehrshausen.

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Interessierte Bürger informierten sich bei der Ortsbeiratssitzung über die Modernisierungsprojekte.Foto: Ina Tannert

Wehrshausen. Von Terminen, Dorfgeschichte, Vereinsleben, Freizeitangeboten bis zum Müllkalender - am 15. Juni ging die frisch gestaltete Homepage unter www.wehrshausen.com online. Bis heute gab es bereits über 500 Aufrufe, neue Themen und weitere Bürgerbeteiligung, konnte der Ortsbeirat zufrieden verkünden.

Für Aufbau und Unterhaltung der modernen Homepage wurde ein neuer Verein gegründet, der „Internetauftritt Wehrshausen“. Neuer Vorstand ist Ortsbeiratsmitglied Dr. Jörg Brock. Als Initiator der neuen Internetpräsentation des Stadtteils wird er auch weiterhin die Homepage pflegen. Der erfolgreiche Internetauftritt sei nach wie vor ein „offenes Mitmachprojekt“, jeder Bürger kann sich mit weiteren Ideen und Projekten beteiligen und die Seite ergänzen, ruft Brock weiterhin zur Beteiligung auf.

Der „offizielle Teil“ aus dem Ortsbeirat, Einladungen oder Protokolle der Sitzungen, verbleibt dabei wie gewünscht auf den Seiten der Stadt. Bereits während der vergangenen Sitzung sprach sich das Gremium dafür aus, die Bindung an die offiziellen Marburgseiten nicht zu verlieren. Neu dabei: Die Ortsbeiratsmitglieder erhalten eine Zugangsberechtigung und können ihren Teil eigenständig pflegen, ergänzen und aktueller halten, damit die Arbeit der Stadt ergänzen. Diese Aufgabe übernimmt in Zukunft Thomas Götzfried.

Auch das Dauerthema Radwegverbindung zwischen Wehrshausen und dem Rotenberg stand erneut auf der Agenda des Gremiums, sei ein lang gehegter Traum der Bewohner: „nach Jahren des Wartens“ soll der endlich in Erfüllung gehen, hofft der Ortsbeirat samt der örtlichen Bürgerinitiative (BI). In einem Grundsatzentwurf richtet diese „eine dringende Bitte“ an Stadt und Landkreis, verbunden mit der Hoffnung, dass der Bau in Bälde beginnen und zügig abgeschlossen werden kann. Die Mitglieder sprechen sich für einen kombinierten Fuß- und Radweg zwischen dem Stadtteil und dem oberen Rotenberg aus, bis zur Kreuzung am Elisabethenhaus. Stadt und Kreis teilen sich in diesem Fall die Zuständigkeit: Ein großer Teil der Strecke liegt an der Kreisstraße 72, der Rest auf städtischem Gebiet. Die BI wünscht sich eine „einvernehmliche Planung und Kostenübernahme“ und hofft auf Mittel im Nachtragshaushalt. Der Stellungnahme schloss sich der Ortsbeirat einstimmig an.

Darüber hinaus beschäftigt sich das Gremium weiterhin mit dem integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK), das auch in Zukunft einen festen Platz auf der Tagesordnung haben wird, kündigte Ortsvorsteher Andreas Bergmann an. Neben der Förderung kommunaler Projekte zielt das Konzept auf die Unterstützung privater Sanierungs- und Um­baumaßnahmen in ländlich geprägten Ortsteilen. Auch Wehrshausen arbeitet daran, sich ein Stück vom Kuchen der Dorfentwicklung zu holen, der Förderantrag läuft noch. Um die bisherigen Ideen weiter zu vertiefen und weitere Themen aufzugreifen, möchte das Gremium demnächst in einer Bürgerversammlung über das Projekt und seine Möglichkeiten informieren; „die Bewohner sollen sehen, was sich da alles tun soll“, teilte Bergmann mit. Im Sommer wird sich die Steuerungs­gruppe über den aktuellen Stand des IKEK-Vorhaben austauschen, für Ende Oktober ist eine Bürgerinformation geplant

Weitere frohe Kunde könnte es demnächst für alle Internetnutzer im Ort geben - der Ortsbeirat plant einen WLAN-Zugang für den Mehrzweckraum in der Alten Schule. Idealerweise sollte der über einen offenen Hotspot erfolgen, der bereits vor dem Gebäude und in der näheren Umgebung erreichbar sei, hoffen die Mitglieder. Ein Antrag soll demnächst folgen. Nach der neuen Homepage wäre das ein weiterer Schritt in die Zukunft des Ortes, „Wehrshausen wird modern“, lobte Brock.

Am Rande kündigten die Anwesenden an, dass demnächst kostenlose Hundekotbeutel im Büro des Ortsvorstehers erhältlich sind.

von Ina Tannert

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