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Wehrda-Kita sucht alte Fotos und Dokumente

Feier Wehrda-Kita sucht alte Fotos und Dokumente

Vor 50 Jahren nahm die Kindertagesstätte "Unter dem Gedankenspiel" unter Trägerschaft der Gemeinde Wehrda ihre Arbeit auf. Heute ist sie Teil eines Familienzentrums der Stadt.

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Kita-Leiterin Dr. Mara Meske mit Josephine, Luana, Felix und Nele. Foto: Florian Lerchbacher

Marburg. Im Gründungsjahr 1966 besuchten rund 70 Kinder die Kindertagesstätte - und auch heute noch gehen rund 70 Jungen und Mädchen in die Einrichtung „Gedankenspiel“. Doch das war es auch schon mit den Parallelen. Ansonsten hat sich dort so einiges getan.

Die Geschichte der Kita begann unter der Flagge der damals noch eigenständigen Gemeinde Wehrda mit Drei- bis Sechsjährigen aus dem Ort sowie aus Goßfelden, Sarnau, Sterzhausen, Cölbe und Marburg, die drei „Kindergärtnerinnen“ in zwei Gruppen betreuten. Inzwischen sind elf Erzieher, eine Integrationskraft, zwei Berufspraktikantinnen und eine Sprachförderkraft in vier Gruppen für vornehmlich Wehrdaer Kinder von sechs Monaten bis sechs Jahren zuständig. Hinzu kommen Dr. Mara Meske, die Leiterin des Familienzentrums, und Sandra Frommhold, die für die Koordination der Angebote zuständig ist. Mit der Eingemeindung 1974 wurde die Einrichtung städtisch. 1987 war sie in Marburg Modellprojekt für etwas, das heutzutage eigentlich zum Standard gehört: einen Mittagstisch.

Schon zwei Jahre später findet sich in der Chronik die nächste Besonderheit: Die Kinder treten mit Rolf Zuckowski vor 1000 Zuschauern in der Stadthalle auf und singen die Vogelhochzeit in der Version des bekannten Liedermachers. 1996 musste man in eine Notunterkunft auf dem Tannenberg ausweichen, weil drei Monate andauernde Bauarbeiten im Haus nötig waren .

Während die pädagogische Entwicklung und Ausrichtung der Kindertagesstätte mit zahlreichen Veränderungen ihren Lauf nimmt, gründet sich 2005 zur finanziellen Unterstützung der Förderverein.

"Eine der größten Herausforderungen des Alltags"

Seit 2011 gibt es eine Krippe für Kinder von sechs Monaten bis drei Jahren. Im Jahr 2014 wird die Einrichtung offiziell zum Familienzentrum ernannt, das Anlaufstelle für Jung und Alt sein soll. „Gemeinsam mit vielen Partnern gestalten wir ein großes Netzwerk für ein familienfreundliches Wehrda“, sagt Leiterin Dr. Mara Meske und betont, dass sich die Lebensbedingungen verändert haben: „Der Spagat zwischen Beruf und Familie ist zu einer der größten Herausforderungen des Alltags geworden. Wir wollen Eltern zusammenbringen, sie stärken und bei ihren Erziehungsaufgaben unterstützen.“ So gibt es neben verschiedenen Beratungsmöglichkeiten Aktionen für Eltern und ihre Kinder wie einen Krabbeltreff oder Familienfahrten, aber auch Angebote, die sich nur an Erwachsene richten, zum Beispiel einen Yogakurs.

Und so wollen Meske und ihr Team die Menschen nicht nur während des unter dem Motto „50 Jahre Gedanken und Spiel“ stehenden Jubiläumsfestes am 10. September zusammenbringen. Auch an der Vorbereitung können - und sollen - sich möglichst viele von denen beteiligen, die in den vergangenen Jahren als Kinder, Eltern oder Großeltern in die Kita kamen. „Wir wollen die Geschichte plastisch darstellen durch einen roten Faden, der sich durch die Einrichtung zieht“, berichtet Meske.

Dieser Faden solle mit Fotos, Dokumenten und Zeitungsartikeln rund um die Kindertagesstätte bestückt werden. „Wir suchen daher Menschen, die uns mit Materialien wie Fotos, Zitaten, Gedanken und Spielen aus den vergangenen 50 Jahren unterstützen.“ Wer historisches Material zur Verfügung stellen kann und will, ist daher für Freitag, 1. Juli, 15 Uhr, ins Familienzentrum eingeladen. In Dr. Dieter Dörnemann, dem Vorsitzenden des Geschichts- und Kulturvereins Wehrda, habe ein Experte bereits seine Unterstützung angekündigt, freut sich Meske.

Für die große Jubiläumsfeier kündigt sie unter anderem „Aktionsspiele aus den vergangenen 50 Jahren“, einen „musikalischen Mitmach-Spaß“ mit Spunk, Vater-Kind-Aktionen mit dem feuerroten Papa-Mobil in Kooperation, eine Wasserbaustelle und vieles mehr an.

Anmeldung für das Treffen am 1. Juli erbeten: 06421/81532 oder kiga-wehrda@marburg.de

von Florian Lerchbacher

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