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Wehr hofft auf Einzug vor dem Winter

Neubau Wehr hofft auf Einzug vor dem Winter

Die Bauarbeiten am neuen Feuerwehrhaus in Bauerbach schreiten voran. Das Gebäude soll bis Ende des Jahres fertig sein. Der Schwerpunkt der Bauarbeiten liegt auf der Garage, die Ende November bezugsbereit sein soll.

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Baustellen-Besichtigung in Bauerbach: Die Feuerwehrleute Lars Witter und Andreas Brauer (von links) mit den Stadtoberhäuptern Dr. Franz Kahle und Egon Vaupel sowie Bauamts-Vertretern. Grafik / Foto: Bauamt Marburg / Björn Wisker

Bauerbach. Die Einsatzfahrzeuge und Teile der Ausrüstung sollen zügig abgestellt und gelagert werden können. Bislang stehen die Autos am Straßenrand. „Wenn der Winter samt Frost hereinbricht. droht etwa das Löschwasser einzufrieren. Das wollen wir unbedingt vermeiden“, sagt Lars Witter, Wehrführer. „Die Fahrzeuge sollten Ende November einziehen können“, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Die Kosten für den Schnellbau: 675 000 Euro.

Die nach der Auflösung 2003 vor zwei Jahren erfolgte Neugründung der Bauerbacher Wehr - rund zwei Dutzend Aktive zählt diese - habe für die Sicherheit der Lahnberge „große Bedeutung“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). Die Zeit, bis die Freiwilligen zum Löschen eines Brands ausrücken, verringern sich spürbar, ergänzt Andreas Brauer, stellvertretender Leiter der Marburger Feuerwehr. „Unsere freiwilligen Wehren sind hessenweit schon top was die Hilfsfristen angeht. Jetzt wird es nochmal besser.“

Der Standort des Feuerwehrhauses ist jedoch seit langem umstritten. Nachbarn beklagen etwa den Wegfall des Mehrgenerationenplatzes - ein Ort, wo Kinder spielten, sie Rad fahren übten. „Wir wissen, dass es kein uneingeschränktes Ja zu diesem Standort gab. Aber er hatte die breiteste Mehrheit“, sagt Vaupel. „Vieles klingt rosig, wir sind über den schnellen Fortschritt auch froh, aber es gibt auch Beschwerden. Fußball spielen können Kinder seit den Bauarbeiten etwa kaum noch im Ort. Daher hoffen wir, dass die Wiese am Baufeld schnell wieder hergerichet wird“, sagt Johannes Hühn, stellvertretender Ortsbeiratsvorsitzender. Vaupel beschwichtigt: „Die verschwundene Freizeitfläche wird ja wieder aufgebaut. Der Platz insgesamt gewinnt durch die Anwesenheit der Wehr an Qualität.“ Auch um das Fußball spielen müssten sich die Kinder keine Sorgen machen, für eine intakte Wiese samt zweier Tore sorge die Stadt in Zukunft. „In der Feuerwehr, auf diesem ehemaligen Mehrgenerationenplatz, herrscht ein Miteinander von vier Generationen. Besser geht es doch nicht“, sagt Lars Witter.

von Björn Wisker

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