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Weg frei für Wehr-Haus in Bauerbach

Feuerwehr Weg frei für Wehr-Haus in Bauerbach

Bauerbach bekommt eine eigene Feuerwache. Entstehen werden Gerätehaus und Co. nahe einer Freizeitanlage. Kritik gab es an der Verkleinerung eines Sportplatzes für die Jugendlichen im Ort.

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Fahrzeughalle, Gerätehaus, Büros, Küche und Lagerräume sowie ein Photovotaikanlage auf dem schrägen Dach sind für Bauerbachs Feuerwehrhaus geplant.

Quelle: Planungsentwurf Bauamt Marburg

Marburg. Eine Fahrzeug-halle mit zwei Ausfahrts-Toren, Gerätehaus, Büro- und Lagerräume: In Zukunft wird ein zweistöckiger Neubau die Heimat der Freiwilligen Feuerwehr in Bauerbach. Nach wochenlangem Gezerre und kontroversen Diskussionen zum Standort Hopfengarten jubelten die ehrenamtlichen Brandbekämpfer aus dem Ortsteil und der Kernstadt am Dienstagabend. Der Ortsbeirat diskutierte und bestätigte zuvor die Pläne des Bauamts, dessen Vertreter einige Änderungen am ursprünglichen Konzept vorstellten. Unglücklich sind einige Bauerbacher mit der Verkleinerung des angrenzenden Basketballfeldes.

Neubau, Parkplätze, Lagerplätze

„Das war ein wichtiger, notwendiger Schritt in die Zukunft“, sagt Lars Witter (36), Gruppen-führer der Wehr. Bislang sei das Fehlen einer eigenen Einsatz-station „ein Hemmschuh für die Wehrentwicklung“ gewesen. Dass der Weg für ein Kameradschafts-Mittelpunkt, wie Witter das Feuerwehrhaus nannte, frei sei, erleichtere die Arbeit. „Für die Moral der Truppe ist das unerlässlich“, sagt er. Schulungen für die Einsatzkräfte könnten so in Zukunft effektiver gestaltet werden. Improvisierte Treffen im Bürgerhaus sind künftig passé. „Und die Einsatzwagen müssen wir, wenn sie erstmal in der Halle stehen, im Winter nicht mehr von Eis freikratzen“, sagt Witter. Bislang parken die zwei Autos entlang der Hauptstraße im Freien.

Marburgs Bauamtsleiter Jürgen Rausch enthüllte die neuen Pläne: „Unsere Ideen umfassen den Neubau selbst, acht Parkplätze vor dem Gebäude und Verbesserungen auf der Lagerfläche nebenan“, sagte er. Sein Kollege Jens Küllmer, Sachbearbeiter im Bauamt, wurde konkreter: „Die Vorfläche des Baus pflastern wir, der rückwärtige, etwas schmuddelige Holzlagerplatz wird geschottert, die Ecke mit den Containern dadurch generell aufgewertet“, sagte er. Ein Bonbon des Neubaus ist eine Photovoltaik-Anlage, die auf dem schrägen Dach installiert werden soll. Das angrenzende Flachdach wird begrünt.

Basketballfeld muss weichen

Die Pläne für das Feuerwehrhaus gehen allerdings zu Lasten des Basketballfeldes, auf dem häufig Jugendliche spielen und Kinder das Radfahren üben. Die Fläche wird sichtbar reduziert. „Wir sollten den jungen Leuten nicht den Raum rauben“, sagte Martina Rupp (Grüne), Mitglied im Ortsbeirat. Bislang messe der Basketball-Parcours 24 mal 15 Meter, nach der aktuellen Planung blieben nur noch 11,5 mal 17 Meter übrig. Lieber solle die Fläche des angrenzenden Bolzplatzes noch mehr beschnitten werden.

„Wichtig war den Bauerbachern, dass wir das Spielareal nicht auseinanderreißen“, entgegnete Bauamtsleiter Rausch. Dass man den Bolzplatz ohnehin stauchen müsse und dass das Basketballfeld kleiner werde, sei unumgänglich um den Neubau zu realisieren. Der Charakter einer Freizeitanlage bleibe aber erhalten. Lob von Brigitta Katzer: „Es ist gut, dass unsere Forderungen, etwa dass der Boule-Platz nicht abgetrennt wird, berücksichtigt wurden“, sagte sie. Die Beschneidung der Freizeitflächen, etwa für die einwöchigen Ferienspiele, störte auch andere Bauerbacher. Rausch bot einen Kompromiss an: Alternativ zum genehmigten Vorschlag plant die Behörde eine Variante, die das Streetballfeld schont und stattdessen den Bolzplatz maßvoll beschneidet.

Finanzierung und Baustart sind noch offen. Lars Witter hofft allerdings auf einen Spatenstich bis Ende des Jahres.

von Björn Wisker

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