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Waschbären erkunden neues Gehege

Neue Attraktion Waschbären erkunden neues Gehege

Zu einer Attraktion im Botanischen Garten auf den Lahnbergen könnte sich das Waschbärengehege entwickeln, das jetzt eingeweiht wurde.

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Guido Schemken, Leiter der Uni-Tierhaltung, hält einen der beiden Waschbären, der das Gitter seines neuen Geheges im Botanischen Garten erkundet.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Am Donnerstag war Premiere für die tierischen Bewohner eines speziellen Geheges im neuen Botanischen Garten, die schnell zu kleinen Stars werden könnten. Nachdem die beiden Murmeltiere Philipp und Elisabeth nicht mehr aus dem Winterschlaf erwacht waren, fehlte den Besuchern eine zusätzliche Besonderheit, die in den vergangenen Jahren für viel Begeisterung gesorgt hatte.

Aber jetzt sind sie da: Zwei rund neun Wochen alte Waschbär-Rüden, die quicklebendig ihr neues Terrain erkundeten. So begann der Kleinere von ihnen, sofort an dem engmaschigen Draht des Geheges hochzuklettern, um sich dann vonganz oben aus luftiger Höhe sehr, sehr vorsichtig wieder runter zu bewegen. Derweil erkundete sein Bruder sehr schnell das kleine mit Wasser gefüllte Bassin, das im Sommer für Abkühlung sorgt und Trinkwasser bereithält. Gefunden worden waren die beiden vor sechs Wochen als Babys in einem Keller des Hauptbaus des Botanischen Gartens, erläutert Dr. Andreas Titze, Direktor des Botanischen Gartens. Sie passten perfekt in die Pläne der Gartenleitung, ein Nachfolge-Gebäude für das verwaiste Murmeltiergehege zu errichten.

Die Stadt Marburg finanzierte den Bau des neuen Geheges mit 27.000 Euro.

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Es befindet sich direkt gegenüber dem Kinderspielplatz. Man erreicht ihn, wenn man direkt nach dem Haupteingang  links abbiegt und rund 100 Meter weiter läuft. Finanziert wurde der 27.000 Euro teure Bau von der Stadt Marburg. Sie unterstützt den Botanischen Garten mit 150.000 Euro jährlich, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (SPD) in Vertretung von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

Dr. Bernd Helm, Amtsveterinärarzt vom Kreisveterinäramt, überzeugte sich davon, dass die Tierhaltung im Gehege allen einschlägigen Vorschriften entspricht. So benötigen zwei Waschbären insgesamt 30 Quadratmeter Platz. Klettermöglichkeiten sowie ein Wasserbecken zum Baden und Waschen von Nahrung sollten ebenfalls vorhanden sein. Zudem gibt es zwei Schlafhöhlen, die eine Rückzugsmöglichkeit bieten. Verantwortlich für die Haltung der beiden Waschbären ist Guido Schemken, Leiter der Tierhaltung der Uni Marburg. Bis zum Umzug in ihr neues Gehege hatten er und seine Tochter Kim Schemken sich  um die Aufzucht und Pflege der Tiere gekümmert. Schemken freut sich auch für seine Auszubildenden über die tierischen Neuzugänge, die doch etwas anderes sind als die üblichen zu betreuenden Labormäuse. Die Waschbären erhalten einmal pro Tag Essen –  bisher eher Griesbrei und Milch, demnächst mehr feste Nahrung wie Obst sowie  Hunde- und Katzenfutter.Waschbären können übrigens bis zu 20 Jahre alt werden. So könnten die Marburger mit den beiden Tieren noch lange Spaß haben.

Bisher haben die beiden Waschbären noch keine Namen. Deswegen sollen Patenschaften vergeben werden. Waschbärpaten könnten sich dann Namen ausdenken. Information: Lucia Lennartz, Botanischer Garten,  Telefon 06421/282-1507 (ab Montag).

von Manfred Hitzeroth

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