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Was tun gegen das Katzenelend?

Tierschutzverein Was tun gegen das Katzenelend?

Rund 8 000 Euro gibt der Tierschutzverein Marburg und Umgebung jährlich für die Kastration von Katzen aus, um die Zahl der streunenden Tiere zu reduzieren. Eine enorme Summe für den Verein.

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Ein Kater sitzt in der Sonne und betreibt Körperpflege. Tierschützer fordern eine Kastrationspflicht, um die Vermehrung einzudämmen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. In diesem Jahr sind es bereits 35 Katzen und Kater, die der Tierschutzverein Marburg und Umgebung auf seine Kosten kastriert hat. 150 Katzen sind es auf das ganze Jahr gesehen.

Was die Notwendigkeit betrifft, könnte der Tierschutzverein mehr als 500 Katzen im Jahr sterilisieren, wie die stellvertrende Vorsitzende, Monika Benz, auf Anfrage der OP berichtet. Aber das ist finanziell nicht drin.

Im vergangenen Jahr initiierte der Verein eine Unterschriftenaktion für die Einführung einer Katzenschutzverordnung und schloss sich damit dem Aufruf des Deutschen Tierschutzbundes an. Um der zahlreichen Katzen Herr zu werden, legte der den Entwurf einer Katzenschutzverordnung vor, wonach Kommunen zum Handeln aufgefordert werden. Diese sollen in ihrem Ordnungsrecht eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen verankern.

In Hessen gibt es keine Kastrations- und Registrierungspflicht für Katzen. Regina Linda, Leiterin des Marburger Ordnungsamtes und Vorsitzende des Tierheimvereins hält eine solche Pflicht für sinnvoll, sieht aber Schwierigkeiten in der Umsetzung. Es sei Sache des Landes, eine Regelung zu finden. Nach ihren Erfahrungen sei das Katzen-Problem in der Stadt Marburg auch nicht so groß wie in der ländlichen Gegend. Auch Oberbürgermeister Egon Vaupel ist kein großes Katzenelend in der Stadt bekannt. Sollte es Anlass zum Handeln geben, setzt er voll und ganz auf die Ordnungsamtchefin.

von Heike Horst

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