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"Was erwarten Sie von Frau Fründt?"

OP fragt die Bürgermeister, Teil 2 "Was erwarten Sie von Frau Fründt?"

Am 1. Februar des kommenden Jahres tritt die erste Landrätin im Landkreis Marburg-Biedenkopf ihren Dienst an. "Welche Erwartungen setzen Sie in Kirsten Fründt?", fragte die OP heimische Bürgermeister.

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Kirsten Fründt: Ab dem 1. Februar 2014 neue Landrätin in Marburg-Biedenkopf.

Landkreis. Andreas Schulz, Bürgermeister der Gemeinde Ebsdorfergrund: „Ich erwarte von der neuen Landrätin Souveränität, Überparteilichkeit und Durchsetzungsvermögen, vor allem wenn es um den dringend notwendigen Schuldenabbau im Kreis geht. Sie sollte eine kompetente Verwaltungschefin sein. Für die Gemeinde Ebsdorfergrund wünsche ich Unterstützung für unsere Anliegen.“

Peter Funk, Münchhausen: „Ich wünsche mir, dass die Zusammenarbeit genauso gut verläuft wie unter Landrat Robert Fischbach. Sie hat im Rücken eine Kreisverwaltung, mit der die Gemeinde Münchhausen sehr gut kooperiert. Ich hoffe, dass sie die Belange der Kommunen ernst nimmt und bei Problemen gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet werden. In meinem Glückwunschschreiben hatte ich ihr geschrieben: „Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ In diesem Sinne auf eine gute Zusammenarbeit.“

Peter Hartmann, Wohratal: „Ich erwarte von der neuen Landrätin Kirsten Fründt eine deutliche Senkung der Kreisumlage, um so die Kommunen im Landkreis bei ihren Konsolidierungsanstrengungen zu unterstützen.“

Michael ­Richter-Plettenberg, Amöneburg: „Ich erwarte von unserer neuen Landrätin, dass sie in die Kreispolitik einen neuen und offeneren Politikstil einführt, der sich weniger an Machtinteressen als an Sachinteressen orientiert. Ich erhoffe mir eine Stärkung der Gemeinschaft aus Kommunen und Landkreis, in der Weise, dass sich der Landkreis zurück nimmt, und anerkennt, dass der Kern der kommunalen Selbstverwaltung bei den Städten und Gemeinden liegt. Um die Kommunen zu stärken, müssen deshalb die Kommunen auch durch den Landkreis finanziell entlastet werden. Angesichts der während der Amtszeit Fischbachs aufgelaufenen immensen Schulden des Landkreises ist das eine schwere Aufgabe. Ich traue Kirsten Fründt aber zu, dass sie das schafft, und unsere Region dadurch weiter voran gebracht wird. Dazu gehört auch, dass das oft erlebte Nebeneinander her Politik machen von Landkreis und Universitätsstadt Marburg mit der neuen Landrätin nun ein Ende haben wird.“

Thomas Groll, Neustadt: „Meine Erwartungen an Kirsten Fründt als Landrätin sind, dass sie ihren Worten zur Absenkung der Kreis- und Schulumlage auch Taten folgen lässt, dass sie bei ihrer Arbeit den gesamten Landkreis im Blick hat, und dass sie in Wiesbaden für die Interessen des ländlichen Raumes eintritt.“

Dr. Franz Kahle, Bürgermeister der Universitätsstadt Marburg: „Die künftige Landrätin hat angekündigt, die Kreisumlagen zu senken, das freut natürlich die Kommunen und senkt die Belastung. Ich erwarte von der Landrätin ein klares Bekenntnis zu erneuerbaren Energien, und dass sie den Kurs der Energiewende klar unterstützt, wie auch Robert Fischbach vor ihr in seiner Amtszeit.“

Peter Pfingst, Bürgermeister der Hinterland-Gemeinde Steffenberg : „Frau Kirsten Fründt habe ich als nette und angenehme Gesprächspartnerin kennengelernt. Ich hoffe, sie bewahrt sich ihre natürliche und unbefangene Art und geht eigenständig, ohne politische Beeinflussung ihren Weg. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und habe sie bereits zu einem Besuch unserer Gemeinde eingeladen.“

Reinhold Weber, Fronhausen: In erster Linie erwarte ich eine gute und konstruktive Zusammenarbeit und ein offenes Ohr. Insbesondere wünsche ich mir, dass durch eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik der neuen Landrätin der Verschuldung entgegen gewirkt wird, mehr Geld den Kommunen bleibt und die Kreisumlage kurzfristig gesenkt wird. Dass sie dafür Sorge trägt, dass der Lahnradweg zwischen unseren Ortsteilen Bellnhausen und Sichertshausen nicht nur vom Kreis neben der K61 in Karten ausgewiesen wird, sondern auch befahrbar ist.“

Thomas Beck, Angelburg: „Von der neuen Landrätin erwarte ich eine starke Kooperationsfähigkeit und eine Bereitschaft zu vertraulicher Zusammenarbeit. Zudem hoffe ich auf neue Gespräche über das Thema „Kreisumlage“. Des Weiteren denke ich, dass sie neue Impulse in der Ehrenamtsförderung und im Bereich Familienpolitik wird setzen können.“

von Carolin Acker und Katharina Stenner

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