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Was Politiker von Kirsten Fründt erwarten

Umfrage Was Politiker von Kirsten Fründt erwarten

Im Februar 2014 wird die frischgewählte Landrätin Kirsten Fründt ihr neues Amt antreten. Die Oberhessische Presse hat nachgefragt: „Welche Erwartungen setzen Sie in unsere neue Landrätin Kirsten Fründt?“

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Viel kann die neue Landrätin zurzeit noch nicht in der Kreisverwaltung tun. Aber das Gespräch mit den Bürgermeistern kann sie schon suchen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Dr. Lars Witteck, Regierungspräsident: „Ich habe Frau Fründt gleich am Montag nach der Wahl angerufen und ihr gratuliert. Natürlich hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Regierungspräsidium und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Ich denke, der Landkreis steht gut da und ist insbesondere ein Vorreiter bei der Energiewende. Ich würde mich freuen, wenn das auch in Zukunft so bleibt.“

Egon Vaupel, Oberbürgermeister von Marburg: „Kirsten Fründt ist kompetent, sie geht gern auf Menschen zu, ist neugierig und offen für Neues, sie arbeitet aus Überzeugung gerne im Team. Kirsten Fründt überzeugt als Person, auch durch ihre freundliche und ungekünstelte Art. Deshalb weiß ich, dass sie als Landrätin in guter Kooperation zwischen Landkreis und Kommunen unsere Region voranbringen wird.

Christian Somogyi, Bürgermeister von Stadtallendorf: „Ich gratuliere Frau Fründt zu ihrer erfolgreichen Wahl. Sie soll immer ihre erfrischende und freundliche Ausstrahlung behalten. Ich hoffe, sie schafft den Spagat zwischen den sozialen und wirtschaftlichen Anforderungen. In Zukunft muss die Kreisumlage, die momentan bei 58 Prozent liegt, sinken, damit die Kommunen wieder mehr Luft haben. Ich wünsche mir ein offenes Ohr und Unterstützung für den Wirtschafts- und Bundeswehrstandort Stadtallendorf. Ich hoffe auf die Fortführung und den Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Landkreis und dem Piemont und Stadtallendorf und Alba.“

Jochen Kirchner, Bürgermeister von Kirchhain: „Frau Fründt wird sich zunächst einmal den Menschen im Landkreis als Ansprechpartnerin bekannt machen und mit der Kreisverwaltung vertraut werden müssen. Dazu sollten wir ihr die notwendige Zeit einräumen. Es wäre schön, wenn sie auf uns als „ihre“ Bürgermeister zukommen würde, denn viele Kollegen haben eine spezielle Sicht auf die Kreisverwaltung und die Kreisumlage. Der persönliche Kontakt kann ihr helfen, die Haltung der Kollegen zu verstehen. Die üblichen Bürgermeisterdienstversammlungen sind dazu ein zu formaler Rahmen.“

Joachim Thiemig, Bürgermeister von Biedenkopf: „Als Bürgermeister und Kreistagsabgeordneter erhoffe ich mir von der neuen Landrätin eine kommunalfreundlichere Politik auf Augenhöhe, die die Kommunen als Partner einer gemeinsamen Familie begreift, die es zu unterstützen gilt. Es muss bei der Frage der Aufgabenerfüllung stets geprüft werden, ob die Kommunen etwas nicht besser erledigen, weil sie näher an den Menschen dran sind und deren Bedürfnisse besser kennen. Hierfür benötigen die Kommunen auch eine ausreichende Finanzausstattung. Grundsätzlich muss der Landkreis bei den Aufgaben Nachrang gegenüber den Kommunen haben und nur dann tätig werden, wenn er nachweislich etwas besser erledigen kann als die einzelne Kommune. Weil ich Kirsten Fründt gut kenne, bin ich sehr zuversichtlich, dass sie dies in ihrer Zusammenarbeit mit den Kommunen berücksichtigen und insgesamt einen offenen Politikstil leben wird.

Peter Eidam, Bürgermeister von Weimar: „Die Gemeinde Weimar (Lahn) erwartet einiges von der neuen Landrätin, wir möchten diesbezügliche Interessenbekundungen im Einzelnen aber gerne persönlich, nach Dienstantritt von Frau Fründt, vorbringen.“

Georg Gaul, Bürgermeister von Lohra: „Natürlich kann Frau Fründt die Finanzprobleme der Gemeinden nicht lösen, da stehen wir schon in der Eigenverantwortung. Aber ich erwarte Unterstützung bei haushaltsrechtlichen Genehmigungen und insbesondere konkrete Aussagen für Gemeinden, in denen Förderprogramme laufen.“

Bernd Schmidt, Bürgermeister von Dautphetal: „Zunächst gratuliere ich Frau Fründt ganz herzlich zu ihrer Wahl und wünsche ihr alles Gute und viel Erfolg für ihre neue und wichtige Aufgabe. Für unsere Städte und Gemeinden im Landkreis wünsche ich mir, dass Landrätin Fründt ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte hat und diese ernst nimmt. Ganz wichtig ist auch, dass die Versorgung der kreisangehörigen Kommunen in allen Bereichen erhalten, ausgebaut und in wünschenswerter Weise noch verbessert wird. Der Begriff „kommunale Familie“ sollte nicht nur Theorie sein, sondern aktiv praktiziert werden. Unser Hinterland als starke Wirtschaftsregion sollte eine starke Beachtung finden. Wir Bürgermeister stehen für eine sach- und zielorientierte Zusammenarbeit zum Wohle unserer Kommunen und somit auch des Landkreises zur Verfügung.“ (Fortsetzung folgt)

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