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Was Ehrenamt im Verborgenen leistet

Jury tagte Was Ehrenamt im Verborgenen leistet

Menschen, die für kranke Kinder oder Familien in Not da sind, die Senioren helfen oder jahrzehntelang Vereinsarbeit mit Leben erfüllen. „Danke fürs Ehrenamt“ bringt bewegende Eindrücke vom Ehrenamt im Landkreis.

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Im Kreisjugendheim in Wolfshausen schauten sich die Jurymitglieder – bestehend aus dem Vorstand des Vereins zur Förderung des Ehrenamts – die 44 Zuschriften an und vergaben Punkte: (von links) Vorsitzender Dirk Röder, Kathryn Leppert, Andreas Wittmann und Reinhold Beck.

Quelle: Carina Becker

Wolfshausen. 44 Zuschriften - das sind 44 Geschichten, die das Leben geschrieben hat. Die Jury von „Danke fürs Ehrenamt“, einer Aktion des Vereins zur Förderung des Ehrenamts im Landkreis, war tief beeindruckt. Die Zuschriften kamen von Menschen aus dem ganzen Landkreis - und sie warfen Licht auf das, was Ehrenamtliche so alles leisten. Sie zeugten oftmals von Engagement, das ganz im Verborgenen blüht und zugleich eine große Hilfe für bedürftige Menschen im Alltag darstellt.

„Hier werden viele verschiedene Facetten des Ehrenamts aufgezeigt - so wie wir es uns auch gewünscht haben“, freute sich Reinhold Beck, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung des Ehremamts.

Der Verein hatte in den zurückliegenden Monaten die Bürger im Landkreis aufgerufen, Bewerbungen zu schicken und ein paar Sätze aufzuschreiben über Menschen, die anderen ohne Bezahlung helfen und Gutes tun. Gemeinsam mit den anderen Jurymitgliedern, bestehend aus dem Vorstand des Fördervereins mit Kathryn Leppert aus Wallau, Andreas Wittmann aus Wetter, dem Vorsitzenden Dirk Röder aus Marburg und der OP-Redakteurin Carina Becker hatte Reinhold Beck es gar nicht so leicht, aus den Zuschriften die besten und eindrucksvollsten auszuwählen. „Gerade der Vergleich zwischen den unterschiedlichen Einsatzgebieten macht es schwierig“, fand Kathryn Leppert und versuchte abzuwägen, welches Engagement denn höher zu bewerten sei - die Arbeit im großen, etablierten Verein oder der Einsatz in der Nachbarschaftshilfe.

„Für mich ist es wichtig, dass die Menschen, die so ganz im Hintergrund wirken, einmal hervorgehoben werden“, sagte Andreas Wittmann und blätterte in den Zuschriften, um seine Punkte zu vergeben.

Dass die Aktion jene in den Vorderund rücken sollte, „die noch keine Auszeichnungen und Medaillen für ihren Einsatz bekommen haben“, war für Vorsitzenden Dirk Röder ein wichtiges Kriterium.

Die Zuschriften kamen aus dem gesamten Kreisgebiet - besonders viele aus dem Südkreis und dem Hinterland, eher wenige aus Marburg-Biedenkopfs nördlichen und östlichen Kommunen.

Tolle Berichte aus der Nachbarschaftshilfe

Die zugesandten Unterlagen zeugten beispielsweise vom Einsatz älterer Menschen, die sich für Senioren einsetzen und ihnen den Alltag erleichtern - sei es durch Einkaufsdienste oder durch Krankenbesuche im Seniorenheim. Geschichten, die OP-Redakteurin Carina Becker besonders bewegend fand.

Schließlich war jedes Jury-Mitglied erstmal allein gefragt. Es galt Punkte zu verteilen - und beim späteren gemeinsamen Durchgang miteinander aufzurechnen. Hoch im Kurs stand dabei das gesamte Feld der nachbarschaftlichen Hilfe, etwa der Einsatz von Menschen, die für kranke Kinder und Familien in Not da sind.

„Da sieht man, wie viel ehrenamtlichen Einsatz es gibt, der weder von einer Organisation noch von einem Verein getragen wird“, stellte Reinhold Beck fest und zählte Einsatzgebiete auf: soziale Hilfe, Sport, Heimatpflege, Jugendarbeit, Seniorenhilfe und und und.

Beeindruckt war die Jury auch von Berichten aus der ehrenamtlichen Arbeit in Vereinen - da gab es Geschichten von Menschen, die seit Jahrzehnten ganze Arbeitsfelder tragen und mit Leben erfüllen.

Schließlich war die Punktevergabe abgeschlossen - und die fünf Ehrenamtler, die für ihre Verdienste einen besonderen Dank erhalten werden, standen fest. Menschen, deren Geschichte für die Vielfalt des Ehrenamts im Landkreis steht. Ihnen steht in den nächsten Wochen eine Überraschung bevor, denn der Verein zur Förderung des Ehrenamts wil ihnen einen besonderen Dank überbringen. Die Namen der Ausgewählten werden erst im Nachgang bekannt gegeben.

von unseren Redakteuren

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