Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Waldbrand in Wehrda

Großeinsatz der Feuerwehr Waldbrand in Wehrda

Mit einem Großaufgebot bekämpften am Donnerstagnachmittag Feuerwehrleute aus ganz Marburg einen Waldbrand in Wehrda.

Voriger Artikel
Polizei sucht Zeugen - Frau angegriffen und begrapscht
Nächster Artikel
Überfall auf Sparkasse

Die Feuerwehr bekämpft einen Waldbrand in Wehrda.

Quelle: Thorsten Richter

Wehrda. Um 16.20 Uhr erreichte der Notruf einer besorgten Anwohnerin die Leitzentrale. Es brenne oberhalb des Wohngebietes „Am Paradies“, sagte sie der Feuerwehr. Das Feuer sei gefährlich nahe an den Wohnhäusern, so die Anruferin. Zehn Minuten später war die Feuerwehr vor Ort. 45 Einsatzkräfte bekämpften den Brand von zwei Seiten.

Die Löscharbeiten gestalteten sich anstrengend: Die Feuerwehrleute mussten mit ihrem Gerät den steilen Hang hinauf laufen - und das bei der Hitze, die der brennende Wald abstrahlte.

Waldbrand in Wehrda. Foto: Thorsten Richter (thr)

Zur Bildergalerie

Gegen 17.30 gab es schon Entwarnung. Die Flammen waren gelöscht. Trotzdem rückten die Einsatzkräfte nicht ab. Sie gruben die etwa 30 mal 50 Meter große Fläche um und benässten den Waldboden. Das sollte verhindern, dass sich das trockene Unterholz wieder entzündet. Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte aus Marburg Mitte, Wehrda, Cappel und Ockershausen vor Ort, sagte Einsatzleiter Andreas Kuhl. Um 21 Uhr standen immmer noch Kräfte im Wald bereit, um wieder aufflammende Glutnester zu löschen.

"Die Brandursache ist noch unklar. Aber dadurch, dass der Brandherd am Hang lag, hat sich das Feuer relativ schnell ausgebreitet", sagte Einsatzleiter Kuhl der OP.

Die starke Rauchentwicklung, war bis in die Kernstadt sichtbar und hatte die Anwohner angrenzender Straßen stark beunruhigt. Mehrere meldeten sich besorgt bei der Leitstelle und erkundigten sich nach gesundheitlichen Risiken. Nach Luftmessungen an verschiedenen Orten rund um den Brandherd konnte Kuhl jedoch Entwarnung geben.

Am Freitag neue Glutnester

Die Freiwillige Feuerwehr Wehrda rückte am Freitagmorgen und am späten Nachmittag nochmal aus, um neue Glutnester auf einer Fläche von 100 Quadratmetern zu löschen. Polizei und Feuerwehr konnten auch gestern die Brandursache nicht benennen. Möglicherweise sei es eine Selbstentzündung gewesen –  aufgrund der Trockenheit. Der April war bisher in Deutschland vor allem trocken. Die Waldbrandgefahr steigt damit, erklärt der Deutsche Wetterdienst.

 

von Marie Lisa Schulz

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr