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Wagner leitet vereinigtes Zentrum

Klinikfusion am Uniklinikum Wagner leitet vereinigtes Zentrum

Professor Uwe Wagner übernimmt zusammengelegte Abteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Uniklinikum in Marburg.

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Professor Uwe Wagner (Zweiter von links) zusammen mit Verantwortlichen des Klinikums und seinem Team des neuen Zentrums für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Die Abteilung für Geburtshilfe wird von Dr. Siegmund Köhler (rechts) geleitet. Foto: Hitzeroth

Marburg. Nach der Pensionierung von Professor Stephan Schmidt hat das Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe jetzt in ­Professor Uwe Wagner nur noch einem Chef. Seit dem Jahr 2000 war Professor Stephan Schmidt Chef der Abteilung für Geburtshilfe im Marburger Uni-Klinikum und teilte sich in dieser Funktion die Leitung des Zentrums für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Professor Uwe Wagner, der für die Frauenheilkunde (Gynäkologie) verantwortlich war. Ende September ist Schmidt nun im Alter von 65 Jahren in den altersbedingten Ruhestand gegangen. Auf einen „großen Bahnhof“ zum Abschied hat Schmidt, der unter anderem auch Mitglied im Marburger Uni-Senat war, verzichtet. Und weil er zurzeit bei einem Auslandsaufenthalt in den USA ist, kam Schmidt gestern auch nicht zu einer Pressekonferenz im Uni-Klinikum, bei der die Umstrukturierung in der Uni-Frauenklinik vorgestellt wurde.

Die Professur Schmidts wurde vom Fachbereich Medizin nicht wiederbesetzt, erläuterte Professor Jochen Werner, der Ärztliche Direktor des Klinikums. Stattdessen leitet Professor Wagner nun alleine das Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtsheilkunde. Neu ist auch, dass die beiden bisher organisatorisch getrennten Abteilungen künftig gemeinsam und somit enger verzahnt arbeiten sollen. „Es gibt weiter unverändert eine starke Mannschaft für die Geburtsmedizin“, betonte Werner zudem.

So ist nun Dr. Siegmund Köhler als Chefarzt Leiter der Geburtshilfe und des Kreißsaals. Der Spezialist für Geburtshilfe hat auch eine Weiterbildung in Beckenbodenchirurgie - wichtiges Know-how bei Geburts-Komplikationen.

Ihm zur Seite stehen unter anderem die leitende Oberärztin Professorin Maritta Kühnert sowie Pflegedienstleiterin, Ulrike Kopf-Löchel als leitende Hebamme, Petra Staude-Hansmann, Stationsleiterin der Pränatalstation und Karin Döring, Stationsleiterin der Station 129.

Zudem verstärkt Professor Roland Axt-Fliedner vom Uni-Klinikum in Gießen, der international anerkannte Spezialist für vorgeburtliche Ultraschall-Diagnostik, die Marburger Klinik. Zusammen mit seinem Team aus Gießen wird Axt-Fliedner künftig beide Standorte betreuen. Professor Wagner freut sich über die unkomplizierte Kooperation. So habe es bereits den Fall einer Patientin aus Marburg gegeben, die in Gießen für die Geburt vorbereitet worden sei und in Marburg in der Klinik entbunden habe.

„Wir versuchen hier eine starke Einheit aufzubauen“, betonte Professor Wagner. Er leitet in Marburg künftig ein Kliniks-Team mit rund 120 Mitarbeitern. In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden pro Jahr 5000 Patientinnen behandelt. Eine „familienorientierte Geburtshilfe, die für Geborgenheit sorgt“, schwebt Wagner vor. Erleichtert werden soll diese Aufgabe dadurch, dass trotz des Wegfalls der Professur von Schmidt eine Aufstockung beim ärztlichen Personal erfolgt ist.

Die Zahl von zwischen 1200 und 1400 Geburten pro Jahr soll im Uni-Klinikum perspektivisch gesteigert werden, hofft Dr. Holger Thiemann, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums.

Sichtbares Zeichen der engeren Zusammenarbeit der bisher getrennten Abteilungen ist die Tatsache, dass die Pränatal-Diagnostik durch Umbauten direkt an den Kreißsaal, in dem die Geburten stattfinden, angedockt wurde.

von Manfred Hitzeroth

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