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Votum gegen Klein-Windkraftanlage am Oberen Rotenberg

Ortsbeirat Marbach Votum gegen Klein-Windkraftanlage am Oberen Rotenberg

Die geplante Klein-Windkraftanlage am Oberen Rotenberg war Hauptthema in der jüngsten Sitzung des Marbacher Ortsbeirates.

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Auf der Kuppe bei Wehrshausen steht ein neun Meter hohes früheres Lehr-Windrad, das für den Physik-Unterricht einer Schule angefertigt wurde. Eine größere Windanlage soll Strom zum
Betrieb des Wasserhochbehälters liefern.

Quelle: Nadine Weigel

Marbach. Das Bauvorhaben betrifft nicht nur die Marbacher, sondern auch den benachbarten Stadtteil. Und so waren auch Zuständige aus Wehrshausen, wie der dortige Ortsvorsteher, bei der Sitzung anwesend.

Die geplante Anlage liegt im Bereich der Weinstraße, die als Naherholungsgebiet dient. In 140 Metern Entfernung befindet sich der „Sellhof“, Marbachs einziger Gasthof. Die Windräder könnten einen Schatten auf den Biergarten werfen und die Aussicht mindern.

Marbachs Ortsvorsteher Dr. Ulrich Rausch kritisierte zudem, dass es bisher keine Daten zur Schall-Emission gibt. Das Vorhaben könnte nicht nur Menschen, sondern auch Zugvögel stören. Nahe des Gebiets lebt eine schützenswerte Graureiher-Kolonie, berichtete der Ortsvorsteher.

Die Klein-Windkraftanlage würde eine Kapazität erreichen, die jährlich für nur zwei Haushalte ausreicht. Aufgrund der Kosten lohnt sich die Anlage erst in 20 bis 25 Jahren. Damit liegen die Windräder nicht in einem Nutzungsgebiet für Windenergie.

Der Ortsbeirat Marbach ist sich sicher, dass es vernünftigere Alternativen zur Energie­gewinnung gibt.

„Wir sind nicht gegen Windkraft“, betonte Rausch. „Es hat sich einiges an negativen Aspekten zusammengebraut.“ So lehnten Marbachs Ortsvorsteher und der Ortsbeirat einstimmig die Klein-Windkraftanlage am Oberen Rotenberg ab.

Neben der Anlage war auch der Haushalt für 2015 und 2016 ein Thema bei der Versammlung. Eine der größten Ausgaben wird für die Erweiterung der Marbacher Schule eingesetzt: 100000 Euro gibt es für die Mittags-Betreuung und Essensausgabe.

Im Stadtteil wird die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt. Die Erneuerung der 4500 Lampen soll flächendeckend bis zum Sommer abgeschlossen sein und die Anwohner nichts kosten.

Der Ortsvorsteher informierte auch über die Möglichkeit eines Informationsabends der Polizei zum Einbruchschutz bei Wohnungseinbrüchen. Der Beirat zeigte sich von einer solchen Veranstaltung angetan.

Zur Brandruine in der Brunnenstraße gab es keine neuen Nachrichten.

Die nächste Sitzung des Marbacher Ortsbeirats findet am Dienstag, 3. März, im Bürgerhaus des Stadtteils statt.

von Lisa Scholz

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