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Vorlesungs-Reihe der Uni zu Flüchtlings-Themen

Oktober bis Februar im Hörsaalgebäude Vorlesungs-Reihe der Uni zu Flüchtlings-Themen

Flucht, Migration und Asyl sind die Stichworte, mit denen sich die Ringvorlesung des Zentrums für Konfliktforschung im Wintersemester auseinandersetzt.

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Während Flüchtlinge Deutsch lernen, können Marburger nun an der Universität mehr über Asylbewerber erfahren.

Quelle: Peter Steffen

Marburg. Mit dem interdisziplinären Seminar zu Ökologie und Zukunftssicherung veranstalten die Marburger Friedens- und Konfliktforscher die Reihe der Vorlesungen, die ab Mitte Oktober jeweils ab 18.30 Uhr im Hörsaalgebäude in der Biegenstraße stattfinden.

* In der Auftaktveranstaltung am 19. Oktober thematisiert die Marburger Politikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Krause die „Krise des globalen Flüchtlingsschutzregimes“. Basierend auf den Anforderungen, die in den Genfer Konventionen formuliert sind, liefert Ulrike Krause an diesem Abend eine kritische Betrachtung der Realität des Flüchtlingsschutzes und leitet daraus Forderungen ab: „Wir brauchen einen menschenrechtsbasierten und menschenwürdigeren Umgang mit Flüchtlingen“, sagt die Wissenschaftlerin, die zudem für eine stärkere Verknüpfung von Flüchtlingsschutz und Entwicklungsarbeit plädiert.

*  Am 26. Oktober referiert der Gießener Professor Jürgen Bast über die „Europäisierung des Flüchtlingsrechts“. Basts Kernthese: „Es gibt kein Flüchtlingsrecht, sondern ein Migrationsrecht.“

*  Aus der Doppelperspektive von Gesetzgeber und betroffenen Asylbewerbern betrachtet am 2. November Julia Störmer (Marburg) das Asylverfahren und spricht von „Menschen im Wartezustand“.

*  Eine Woche später, am 9. November , liefert der 
kritische Migrationsforscher Fabian Georgi einen Blick auf die „Konflikte und Strukturen hinter Europas tödlichen Grenzen“.

*  Eine Praktikerin, die die Gießener Erstaufnahmeeinrichtung durch ihre Arbeit kennt, kommt am 16. November ins Hörsaalgebäude: Melanie Hartmann kommt beim Blick in Deutschlands Flüchtlingsunterkünfte zu dem Schluss, dass die dort lebenden Menschen in der Regel als Opfer, nicht jedoch als Rechtsinhaber angesehen werden.

*  Ebenfalls eine routinierte Praktikerin ist die aus Berlin nach Marburg kommende Susanne Hassel. Sie war bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Expertin für Kinderrechte und richtet dementsprechend während ihrer Vorlesung am 30. November den Blick auf die Situation Minderjähriger in Flüchtlingscamps.

*  Björn Gemmer und Bernd Holly stellen am 7. Dezember das Konzept des Marburger Gymnasiums Steinmühle für das „Abitur für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ vor.

*  Am 14. Dezember geht die Berlinerin Dr. Gisela Notz vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen der Frage nach, warum sich für fliehende und geflüchtete Frauen besondere Probleme ergeben. Titel ihres Vortrags: „Flucht – Race – Gender.“

*  Am ersten Termin des neuen Jahres – am 18. Januar spricht der Marburger Sozialpsychologe Dr. Ulrich Wagner über das Thema „Akzeptanz und Ablehnung von Flüchtlingen in Politik und Psyche“.

*  „Marburg als Modellstadt für junge unbegleitete Flüchtlinge“ ist am 25. Januar das Thema von Christian Meineke, Leiter des Marburger Jugendamts.

*  Sonja Wirsching aus Berlin, die für „Brot für die Welt“ arbeitet, kommt am 1. Februar zur Ringvorlesung, um am Beispiel des Syrienkonflikts die weitreichenden Folgen von Staatenlosigkeit zu beleuchten.

*  Am 8. Februar wird Dr. Ricarda Nater-Mewes darüber sprechen, welche psychischen 
 Belastungsstörungen durch Krieg und Flucht hervorgerufen werden.

*  Bei der Abschlussveranstaltung am 15. Februar spricht Professor Hermann K. Heußner von der Hochschule Osnabrück. Wie sich Einwanderung gestalten lässt, ist sein Thema. Dabei geht es ihm gleichermaßen um die ökonomischen Notwendigkeiten und die konkrete Umsetzung – also um Dinge wie Wohnen, Sprache, Ausbildung, 
Arbeit und Finanzierung.

Verantwortlich für die Ringvorlesung sind Dr. Johannes M. Becker und Professor Hans Ackermann. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe vom DGB Mittelhessen und dem Marburger Forum – Fördergemeinschaft Friedensarbeit Marburg.

von Carsten Beckmann

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