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Von nun an gemeinsam

DRK-Kreisverbände fusionieren Von nun an gemeinsam

Selten ist eine Entscheidung bei den DRK-Delegierten so einstimmig ausgefallen wie die über die Fusion der beiden Kreisverbände Gießen und Marburg.

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Die Fusion der DRK-Kreisverbände Marburg und Gießen ist besiegelt: Kreisverbandspräsident Dr. Klaus Döring (von links), Stellvertretender Präsident Rüdiger Schmeltzer und Christian Betz aus dem DRK-Vorstand.

Quelle: Ruth Korte

Gießen. Das hat Christian Betz in seiner Laufbahn als langjähriges DRK-Vorstandsmitglied noch nie erlebt: „Es gab null Gegenstimmen“, berichtet er von der außerordentlichen Kreisdelegiertenversammlung am vergangenen Wochenende, auf der die Delegierten die Fusion der beiden Kreisverbände beschlossen haben. Von nun an arbeiten sie unter dem Namen DRK Kreisverband Marburg-Gießen e.V. zusammen.

Die Vorteile der Fusion, für die sich sowohl Vorstand als auch Präsidien beider Verbände ausdrücklich ausgesprochen haben, lagen auf der Hand: „In vielen hauptamtlichen Bereichen gibt es schon seit Langem eine enge Zusammenarbeit und gemeinsame Strukturen“, so Betz. Er selbst ist zudem schon seit vielen Jahren hauptamtlicher Vorstand beider Kreisverbände. Weitere Gründe für die Fusion waren das große Einsparpotential und die Verringerung des bürokratischen Aufwandes. Verwaltung, Buchhaltung und Jahresabschlüsse waren bisher voneinander getrennt.

Schmeltzer: „Es ist Neuland, das wir betreten“

Dies wird sich nun ändern. „Es ist Neuland, das wir betreten“, sagt der stellvertretende DRK-Präsident Rüdiger Schmeltzer. Mit insgesamt 850 aktiven Mitgliedern, etwa 15.400 Fördermitgliedern und knapp 300 Mitarbeitern ist der Kreisverband Marburg-Gießen ab sofort einer der größten in Hessen. Und er soll noch größer werden. „Wir wollen zu einem großen Gesamtverband fusionieren“, sagt Schmeltzer und verrät, dass man längerfristig den gesamten Landkreis Marburg-Biedenkopf ins Visier nehme. „Wir führen bereits Gespräche mit dem DRK-Kreisverband Biedenkopf e.V. und hoffen, dass sie bald zu uns stoßen.“

Zunächst wollen sich die frisch zusammengelegten Kreisverbände kurzfristigeren Projekten widmen. Aktuell steht der Bau einer neuen DRK-Außenstelle in Stadtallendorf an, der die dortigen Arbeitsbedingungen für hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte wesentlich verbessern soll. „Sie haben dort noch nicht die Möglichkeiten, die sie brauchen“, bedauert Betz und hofft, dass der Bau bis Ende 2017 fertig ist. Auch über einen DRK-Kleiderladen in Stadtallendorf denke man nach. In Marburg werde nun ein gemeinsames Katastrophenschutzlager eröffnet, in dem Dinge wie Feldbetten, Zelte und Stromversorgungsgeräte gelagert werden. Bislang waren diese an unterschiedlichen Standorten untergebracht, was die Wartung sehr aufwändig gemacht hat.

von Ruth Korte

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