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Von Kalmaren und 53 Kindern

Muttertag Von Kalmaren und 53 Kindern

Am Sonntag ist Muttertag. Doch warum wird der Tag eigentlich gefeiert? Wer ist die älteste Mutter der Welt? Und wie kümmern sich Tiefseekalmaren-Mütter eigentlich um ihre Kinder? Die wichtigsten Fakten zum Muttertag gibt es hier.

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Rund um die Uhr ist sie immer für einen da: die Mutter. Am Muttertag schenken viele Söhne und Töchter der Frau Mama daher eine Aufmerksamkeit. Neben Blumen sind dabei auch Pralinen besonders beliebt. Diese speziellen Leckerbissen zeigen die Dankbarkeit sogar durch die liebevolle Verzierung.

Marburg. Seinen Ursprung hat der Muttertag in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung. Ann Maria Reeves Jarvis versuchte 1865 in den USA eine Mütterbewegung namens „Mothers Friendships Day“ zu gründen. An von ihr organisierten „Mothers Day Meetings“ konnten sich Mütter zu aktuellen Fragen austauschen.
Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt jedoch die Methodistin Anna Marie Jarvis – Tochter von Ann Maria Reeves Jarvis. Sie veranstaltete in Grafton am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein „Memorial Mothers Day Meeting“.
Mit steigender Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertages wandte sich die Begründerin übrigens von der Bewegung ab, bereute diesen ins Leben gerufen zu haben und kämpfte erfolglos für die Abschaffung des Feiertages.

Schnelle Verbreitung auch in Deutschland

Die Bewegung blieb nicht auf die USA beschränkt. Schon im Jahr 1912 wurde eine „Mother‘s Day International Association“ gegründet, die das Ziel verfolgte, den Tag auch international zu verbreiten.
In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und als „Tag der Blumenwünsche“ gefeiert.

Insgesamt 11,3 Millionen Frauen mit Kindern leben laut Statistischem Bundesamt in Deutschland. Durchschnittlich ist eine Frau in Westdeutschland heute 29,2 Jahre alt (27,4 Jahre in den neuen Bundesländern), wenn sie ihr erstes Kind bekommt.
Als jüngste Mutter der Medizingeschichte gilt Ein Mädchen aus Peru: Lina Vanessa Medina soll im Jahr 1939 mit fünf Jahren, sieben Monaten und 17 Tagen ein Kind zur Welt gebracht haben.

Blumen beliebtestes Geschenk

130 Millionen Euro Umsatz macht die deutsche Schnittblumen-Branche jährlich allein am Muttertag. Blumen sind damit die beliebtesten Präsente, dicht gefolgt von Selbstgebasteltem und Pralinen. Im Schnitt gibt jeder Deutsche rund 25 Euro für Mutti aus.

Mit 72 Jahren brachte eine indische Bäuerin nach künstlicher Befruchtung im Jahr 2008 eine gesunde Tochter per Kaiserschnitt zur Welt – die „älteste der Welt“, wie die Tageszeitung „Times of India“ damals berichtete. Ins „Guiness Buch der Rekorde“ ging die rumänsiche Ex-Professorin Adriana Iliscu ein: Sie bracht mit 66 Jahren eine Tochter zur Welt.

Der Muttertagshit schlechthin ist „Mama“ von Heintje. Als Zwölfjähriger rührte er 1967 mit seiner Schmachthymne die Mütter reihenweise zu Tränen. Rund fünf Millionen Platten wurden verkauft.

Eine Tiefseekalmaren-Mutter kümmert sich übrigens neun Monate lang um ihren Nachwuchs – und zwar ohne in dieser Zeit irgendetwas zu fressen. Sie legt unzählige Eier in eine Blase, hält den Sack in ihren Armen und knetet ihn, damit das Wasser die Eier umspült. Einen Arm zum Essen hat sie deshalb nicht frei.

Als kinderreichste Mutter im Gebiet des heutigen Deutschlands gilt Barbara Stratzmann. Sie soll im 15. Jahrhundert mit ihrem Ehemann insgesamt 53 Kinder bekommen haben. Historische Quellen belegen das „Kinderwunder von Bönnigheim“. In einem Protokoll von 1498 erzählte Stratzmann, dass sie 29-mal schwanger war und    18-mal Einlinge, 5-mal Zwillinge, 4-mal Drillinge, einmal Sechslinge und einmal Siebenlinge gebar. 19 Kinder kamen tot zur Welt.

 

Umfrage: Was wünschen Sie sich zum Muttertag?

Annemarie Tollas, 62 Jahre, aus Marburg:

Zum Muttertag wünsche ich mir, dass meine drei Kinder glücklich und gesund bleiben. Für mich selbst möchte ich nichts. Das beste Geschenk ist immer ein Überraschungsbesuch und gemeinsames Kaffeetrinken mit der Familie.

Irene Busch, 51 Jahre, aus Marburg:

Zum Muttertag wünsche ich mir genau eine rote Rose. Da schlimmste Geschenk zu diesem Tag wäre eine Küchenmaschine. Mein bestes Muttertagesgeschenk bisher war ein großes Frühstück, dass meine Kinder für mich zauberten.
Jutta Nemeti, 66 Jahre, aus Marburg, Rentnerin:

Zum Muttertag wünsche ich mir Zufriedenheit und Gesundheit. Das die Familie füreinander da ist, nicht nur an diesem Tag. Was ich mir überhaupt nicht wünsche wäre eine schlechte Nachricht. Mein bestes Muttertagserlebnis war ein überraschendes, lockeres Familientreffen und ein schöner Blumenstrauß.

Anna Schaaf, 27 Jahre, aus Hatzbach, Studentin:

Den Muttertag muss ich nicht unbedingt feiern, aber wenn dann würde ich mir Blumen wünschen, kein großes oder teures Geschenk. Ein Frühstück würde ich nicht wollen, da müsste ich ja danach aufräumen. Schön sind praktische Geschenke, wie Staubsaugen oder ein Gutscheinheft für Hausarbeit.

Michaela Roder, 51 Jahre, aus Dagobertshausen, Laborantin:

Zum Muttertag wünsche ich mir Kaffee ans Bett und Blumen. Das schlimmste Geschenk wäre eine kitschige Vase. Mein bisher schönstes Muttertageserlebnis war ein Frühstück und ein netter Brief von meinem Sohn.

Umfrage: Ina Tannert

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