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Vom "most-sexy" Fachschaf bis zur Masterplatzgarantie

Hochschulwahlen Vom "most-sexy" Fachschaf bis zur Masterplatzgarantie

Von heute bis einschließlich Donnerstag finden an der Uni die turnusmäßigen Wahlen zum Studierendenparlament, dem Uni-Senat und den Fachbereichsräten statt.

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Die Zusammensetzung des Studierendenparlaments wird durch die Hochschulwahlen neu bestimmt.Archivfoto

Marburg. Besonders für das Ringen um Sitze im Studierendenparlament wird traditionell Wahlkampf gemacht. 12 Gruppen stellen sich den Wählern.

Die „Fachschaftspower“ will vor allem die Rolle der Fachschaften stärken und studentische Initiativen fördern. Aber sie steht auch für „die konsequente Benutzung des Genitivs und schreibt: „Unser Fachschaf ist das most-sexy Maskottchen seit Bambi“. Eher spaßig nimmt‘s auch die „SEM - Die Einheitsparty“, die eine Flutung der Oberstadt sowie Flatscreens auf allen Uni-Toiletten fordert.

Ernster gibt sich der RCDS, die CDU-nahe Hochschulgruppe. Zum Programm der Gruppe, die bis zum Zerwürfnis mit der Juso-Hochschulgruppe noch in der Studentenregierung (Asta) vertreten war, gehören Forderungen nach mehr Lehrmitteln, mehr Service-Orientierung und sauberen Toiletten.

Die „Piraten“-Hochschulgruppe hat sich vor allem den verstärkten Einsatz von Videovorlesungen auf die Fahnen geschrieben, wohingegen die Liberale Hochschulgruppe längere Öffnungszeiten der Bibliotheken und mehr Auswahl in der Mensa fordert.

Neu auf dem Wahlbogen ist die Soziale Demokratische Hochschulgruppe, die nach Eigenbeschreibung der SPD nahesteht. Sie will sich dafür einsetzen, dass das vom Asta verwaltete Geld aus den Semesterbeiträgen vor allem den Studierenden zugute kommt und setzt sich gegen eine „Verschwendung“ der Mittel für „ideologische Ziele Dritter fernab des Universitätsbetriebes“ ein.

Die „Juso-Hochschulgruppe“ gehört dem Asta auch nach dem Bruch mit dem RCDS und den Grünen weiter an. Sie hat zalreiche Ziele für eine „tolerante, soziale und internationale Universität“ im Wahlprogramm wie bezahlbares Wohnen, eine „Masterplatzgarantie“ für alle Studierenden oder bessere Bedingungen für ausländische Studierende.

Die „Grünen-Hochschulgruppe“ ist die offizielle Hochschulgruppe der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“. Eine „nachhaltigere Gestaltung“ der Uni ist das Haupt-Wahlziel. Leitungswasser in allen Mensen, mehr U-Card-Aufladestationen und eine Verbesserung der Energiebilanz der Uni-Gebäude will die Gruppe unter anderem erreichen.

Die Gruppe „CampusGrün“ bezeichnet sich selbst als „unabhängig, sozial, ökologisch“ und fordert unter anderem einen Ausbau des Semestertickets, eine bessere Wohnraumpolitik in Marburg sowie die Schaffung einer Zivilklausel an der Uni. Zu diesem Thema findet parallel zu den Wahlen auch noch eine studentische Urabstimmung statt.

„SDS. die Linke“ ist im neuen Asta in den Referaten für Soziale Härtefälle und Kritische Wissenschaft vertreten. Die „Demokratische Linke“ sieht sich selbst als „parteiunabhängig, emanzipatorisch und radikaldemokratisch“. Die „Hochschulgruppe Korporierter Studenten“ ist ein Zusammenschluss von in Studentenverbindungen aktiven Studenten.

von Manfred Hitzeroth

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