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Vom „kleinen Dienstweg“ abgebogen

Ärztekammer Vom „kleinen Dienstweg“ abgebogen

Der Gemündener Allgemeinmediziner Dr. Klaus Uffelmann hat die Arbeit der Bezirksärztekammer Marburg in den vergangenen 25 Jahren entscheidend mitgeprägt. Zum Monatsende gibt er den Vorsitz ab.

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Dr. Klaus Uffelmann (Bezirksärztekammer Marburg). Foto: Thorsten Richter (thr)

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Sein Nachfolger soll der Frankenberger Internist Paul Otto Nowak werden. Die Delegierten der Bezirksärztekammer haben ihn bereits vorgeschlagen, die Wahl durch die Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am Samstag in Bad Nauheim sollte nur noch eine Formsache sein.

Der hochdekorierte Hausarzt Uffelmann - unter anderem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und der Ehrenplakette in Silber der Landesärztekammer - wird in wenigen Tagen 76 Jahre alt. Zeit für ihn, auch Abschied zu nehmen von der berufspolitischen Vertretung der Ärzte, der er als Delegierter der Landesärztekammer 37 Jahre lang nachgegangen war und sich voll dem Privatleben („Zuhause bin ich Hausmeister und Gärtner“) zu widmen.

Nachdem er seine Praxis in Gemünden schon vor Jahren in die Hände seines Sohnes und damit in die vierte Ärzte-Generation Uffelmann gelegt hatte, ist nun auch auf der Verbandsebene für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, „vom kleinen Dienstweg“ abzubiegen. Den habe er stets bevorzugt eingeschlagen, sagt Uffelmann im Gespräch mit der OP, vor allem, wenn es darum ging, als Vorsitzender der Ärztekammer Konflikte mit oder zwischen Berufskollegen, Apothekern und Patienten zu lösen.

Und darin sieht er auch einen großen Vorteil der dezentralen Kammerbezirke, für deren Erhalt er stets gekämpft habe. Man kennt sich, ein klärendes Gespräch habe auf dieser Ebene oft schneller zum Erfolg geführt als ein Verwaltungsverfahren, das auf der Landesebene geführt werde.

Dafür, dass die Wege in der Arbeit der Kammer nicht weiter werden und insbesondere den Standort Marburg zu erhalten, lohne es sich zu streiten, weiß Uffelmann aus Erfahrung. Das gibt er auch seinem Nachfolger mit auf den Weg - auch wenn eine Zusammenlegung mit anderen Bezirkskammern derzeit nicht im Gespräch sei, wie Uffelmann betont.

Er wird sich nun noch stärker seinem großen Hobby widmen: Oldtimerfahrzeugen, an denen er noch ganz gern schraubt und mit denen er bei Rallyes und Ausfahrten an den Start geht.

von Michael Agricola

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