Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Vom Ritterlager bis zum Pestumzug

Mittelaltermarkt Vom Ritterlager bis zum Pestumzug

Bereits zum neunten Mal hat am vergangenen Wochenende im Mar­burger Schlosspark das Mittelalter regiert.

Voriger Artikel
Abenteuerliche Suche nach Echsen
Nächster Artikel
Markuskirche steht seit 50 Jahren in Marbach

Die Gruppe „Cultus Ferox“ trug beim Mittelaltermarkt mittelalterliche Weisen vor. Die Musiker spielten stilecht auf Instrumenten wie Sackpfeifen oder Schalmeien.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Am Samstag und am Sonntag verfolgten hunderte von Besuchern das Treiben von „Kramern, Zunft und Kurtzweyl“, das die Veranstalter der Mittelalter Marketing versprochen hatten. Und das bekamen die Gäste des mittelalterlichen Marktes auch geboten. Gleich mehrfach enterten die Spielleute von der Gruppe „Cultus Ferox“ die Bühne, um mittelalterliche Musik in ihrer ganzen Wucht zu präsentieren. Standen die Musiker mit Sackpfeife, Schalmei und Trommeln nie still, bewegte sich bald auch jedes Bein im Publikum.

Für Begeisterung sorgten auch die Gaukler Lupus und Arne Feuerschlund, das Kinderritterturnier oder der musizierende Herold Sen Pustebalg. Den Kindern gefiel auch das Puppentheater, das die Mär von Parzival erzählte.

Viele Handwerker präsentierten ihre Ware

Überall im Marburger Schlosspark präsentierten am Wochenende Kramer ihre Ware, angefangen bei Schmuck über Kunsthandwerk bis hin zu Holzrüstungen und -waffen, an denen vor allem die kleinen Besucher ihre Freude hatten.

Aus ganz Deutschland waren Handwerker nach Marburg angereist. Von ihnen hatten viele besondere Gerätschaften mitgebracht, mit denen sie den interessierten Kindern und Erwachsenen ihr althergebrachtes Handwerk zeigen konnten.

Mehrere Ritter hatten ihre Lager errichtet, wo Wissenswertes auf die Besucher wartete. Unter anderem war diesmal auch die Freye Ritterschaft zu Burg Mellnau dabei. Überall roch es verlockend, wenn beispielsweise Wecken oder Spanferkel feilgeboten wurden.

Am Samstagabend gab es zum Abschuss unter anderem den feurigen Höhepunkt der Gaukler und den Pestumzug, bei dem der Schwarze Tod umging, bevor der Ruf des Nachtwächters den ersten Tag beendete. Den ließ der Nachtwächter dann auch am Sonntag erschallen, nachdem wiederum den ganzen Tag lang für alle Besucher ein buntes Programm geboten worden war.

von Heiko Krause

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr