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Vom Nassfilzen bis zum Eulen-Nähen

Kreativmesse Vom Nassfilzen bis zum Eulen-Nähen

Bereits zum neunten Mal veranstaltete die Stadt Marburg am vergangenen Wochenende ihre Kreativmesse.

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Filz-Künstlerin Angelika Schülken aus Niedenstein-Kirchberg (rechts) zeigt Workshop-Teilnehmerinnen bei der Kreativmesse in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen das Nassfilzen von Blüten.

Quelle: Kristina Lieschke

Marburg. „Zum Startschuss am Samstag um 11 Uhr standen schon 150 Interessierte vor der Tür, so dass wir die Kasse sogar schon eher geöffnet haben“, berichtet Martina Klinge, die Projektleiterin für die Kreativmesse und den Kunsthandwer­kermarkt. Ein zügiger Veranstaltungsbeginn war damit gewährleistet. Die geräumige Sporthalle der kaufmännischen Schulen im Georg-Gaßmann-Stadion, in der die Kreativmesse wegen des Stadthallenumbaus bereits zum dritten Mal stattfand, ist für den Besuch mehrerer hundert Gäste bestens geeignet. An den Ständen der 67 Aussteller war ausreichend Platz, um in aller Ruhe zu schauen, stöbern und einzukaufen.

Bei 27 verschiedenen Workshops konnten Handwerkstechniken wie Nähen, Sticken, Stempeln, Stopfen, Nass- und Trockenfilzen ausprobiert werden. An einem Stand wechselten sich beispielsweise meist junge Frauen ab, um mit Pinzette, Kunststoffkügelchen und einer Art Miniatur-Bilderrahmen konzentriert vor sich hin zu werkeln. Sie fertigten sich Schlüsselanhänger in Pixeltechnik an.

Beim Nähen: Eulen oder Taschen besonders begehrt

An einem anderen Stand entstanden ebenfalls mit viel Geduld und Konzentration in Nassfilztechnik bunte Blüten. „Ungefähr bis hier schneiden Sie an jedem Blatt ein“, demonstrierte gerade Filz-Künstlerin Angelika Schülken an der frisch gefertigten Filzplatte einer Kursteilnehmerin die weitere Vorgehensweise. „Aber schneiden Sie nicht zu tief. Sonst hängt das Blütenblatt dann runter“, gab sie ihren „Schülerinnen“ gleich noch einen wichtigen Tipp.

Beim Nähen waren Eulen oder Taschen - und natürlich auch Taschen in Eulenform - besonders begehrt. Aber auch Siegel wurden gesetzt, Türschilder kreativ gestaltet und Kuscheltiere repariert oder sogar neu gefertigt.

Wie Organisatorin Klinge weiß, nehmen sich viele der Besucher, die aus ganz Hessen anreisen, so richtig Zeit. Manche bleiben den ganzen Tag, um die in dieser Fülle selten anzutreffenden Kreativangebote oder das breite Sortiment an Näh- und Bastelbedarf intensiv nutzen zu können, erzählt sie. Tatsächlich gab es alles vom Spezialkleber über Magnete in Pralinenform, Wolle, Seide, Stoffe, Borten und Nähgarn verschiedenster Arten bis hin zu Schmuck, Taschen und Tüchern.

In einem zusätzlichen Raum wurde ein kostenloses kreatives Mitmachangebot für Kinder angeboten. Sie konnten mit Anleitung Malen, Basteln oder Werken. Aber auch zum Spielen und Herumflitzen war ausreichend Platz.

Bereits jetzt, so Klinge, steht der Termin für die nächste Marburger Kreativmesse fest, die dann im umgebauten Erwin-Piscator-Haus stattfinden wird, und zwar am Wochenende 20./21. Mai 2017.

von Kristina Lieschke

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