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Vom Land der Mitte nach Mittelhessen

Internationale Uni-Kontakte Vom Land der Mitte nach Mittelhessen

Die Marburger Universität will verstärkt mit der Universität in Shanghai zusammenarbeiten.

Marburg. Vom Land der Mitte nach Mittelhessen: Gleich zehn Repräsentanten der Tongji-Universität aus Shanghai unter der Leitung von Vizepräsident Professor Xin Li wurden jetzt in Marburg empfangen. Der Besuch diente dem Aufbau einer strategischen Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen. Besonders die Fachbereiche Medizin, Physik, Mathematik und Chemie der Partneruniversitäten sollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Der Ausbau der Kooperation wird in den kommenden Jahren durch das DAAD-Förderprogramm „Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke“ massiv unterstützt.

Der scheidende Uni-Vizepräsident Professor Frank Bremmer, auch zuständig für Internationales, würdigte die Kooperation: „Die Tongji-Universität ist eine forschungsstarke, international agierende Universität, die sich gezielt für die Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg entschieden hat“. Die Verbindung zwischen beiden Hochschulen kam bereits im Jahre 1990 zustande; sie stellt damit eine der ältesten internationalen Partnerschaften der Tongji-Universität dar. Insbesondere ein Promovierenden-Austausch der medizinischen Fachbereiche bot die Ausgangsbasis für die Partnerschaft mit der chinesischen Hochschule. Ebenfalls gezielt gefördert werden in Zukunft die partnerschaftlichen Beziehungen in den Lebens- und Naturwissenschaften sowie der Germanistik, beziehungsweise im Fach „Deutsch als Fremdsprache“. Die chinesische Universität betreibt fünf Standorte, an denen insgesamt circa 50.000 Studierende lernen. Die 1907 von einem deutschen Arzt gegründete Hochschule bietet englischsprachige Masterprogramme an und stellt eine der staatlich geförderten Schlüsseluniversitäten Chinas dar, macht Bremmer deutlich.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Vizepräsident Bremmer und Petra Kienle als Leiterin des Dezernats Internationales der Marburger Uni die Hochschule in Shanghai besucht und Felder für eine intensivere Zusammenarbeit ausgemacht. Beim Gegenbesuch ging es jetzt um den weiteren Ausbau der Kontakte auf Arbeitsebene. So kamen neben der Vertretern der Hochschulleitung aus Shanghai auch Leiter mehrerer Fachbereiche nach Marburg.

Der Austausch wird auch von einem Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) finanziell unterstützt, in dem eine Million Euro zur Verfügung gestellt wird (die OP berichtete).

Bereits jetzt ist die Universitätsstadt Marburg bei vielen Studierenden aus China attraktiv, die zahlenmäßig das größte ausländische Kontingent darstellen. Aber der Austausch mit Shanghai soll keine Einbahnstraße bleiben, erklärte Bremmer gegenüber der OP.

Ein Garant dafür sei auch die Tatsache, dass es an der Partner-Hochschule in Schanghai auch zahlreiche englischsprachige Studienangebote gebe. Zudem biete der Standort die Chance, einen neuen Kulturkreis kennenzulernen.

von Manfred Hitzeroth

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