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Vom Kassenhäuschen zum Museumsshop

Schloss Biedenkopf Vom Kassenhäuschen zum Museumsshop

Es war im Jahr 1937 als der damalige Landkreis Biedenkopf das Schloss für 500 Mark vom Staat Preußen kaufte. Auch heute noch ist das Biedenkopfer Schloss im Besitz des Kreises. Es beherbergt das Hinterland-Museum.

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Auf dem Berg über Biedenkopf thront das Schloss – der Landkreis als Eigentümer hat in den vergangenen Jahren viel in die Anlage investiert.

Quelle: Thorsten Richter

Biedenkopf. „Wir haben uns als Landkreis in den letzten Jahren sehr intensiv um das aus dem 15. Jahrhundert stammende Schloss in Biedenkopf gekümmert“, betont Landrätin Kirsten Fründt und ist sich sicher: „Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!“ Zu den aktuellen Neuerungen im Schloss gehört ein Museumsshop mit dem neuen Eingangsbereich. Vertreter des Landkreises, die am Umbau beteiligten Firmen und all jene, die diese Arbeit förderten oder ermöglichten feierten die Eröffnung.

1937 hatte der damalige Landkreis Biedenkopf das Schloss vom preußischen Staat für 500 Mark gekauft. 1989 begann ein großer Umbau des Schlosses. Nach der Auslagerung sämtlicher Museumsexponate wurde es mit umgerechnet mehr als fünf Millionen Euro saniert. Dafür wurde der Landkreis insbesondere für die Erhaltung der einmaligen Dachkonstruktion vom Land Hessen mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis geehrt. Damals ließ der Landkreis auch das Museum, das er im Schloss unterhält, komplett neu aufbauen.

Richtig interessante "Location"

In den Jahren seit 2006 hat der Landkreis mit finanzieller Hilfe der Landes-Denkmalpflege über drei Jahre hinweg die Ringmauer aufwendig saniert. 2010 begannen dann umfangreiche Arbeiten im Schlosshof - Schäden an dem unterirdischen Ver- und Entsorgungsnetz sind behoben worden. Auch im Schlosshof hat sich einiges getan - der Boden wurde neu gepflastert, eine Grünfläche neu angelegt. Der Hof wird rege genutzt bei privaten und öffentlichen Feiern wie beispielsweise bei den jährlich stattfindenden Schlossfestspielen.

„Neudeutsch würde man vielleicht sagen, dass das Schloss mit seinem Schlosshof eine richtig interessante ‚Location’ geworden ist. Man kann aber auch sagen, dass es sich zu einem Kleinod entwickelt hat. Der nächste Meilenstein ist jetzt der neue Museumsshop. Das ist ein großer Schritt vom alten Kassenhäuschen zu diesem modern eingerichteten neuen Entree des Museums“, sagte Landrätin Fründt. Weitere Modernisierungen, zum Beispiel der Beschilderungen im Museum, stehen noch an.

Kosten von insgesamt 105 000 Euro

Der Diplom-Designer Ralf Mahr hat den neuen Museumsshop entworfen und geplant - unterstützt wurde er vom Hessischen Museumsverband. Vonseiten des Landesamts für Denkmalpflege wirkte Dr. Bernhard Buchstab mit. Für die Einrichtung eines Schwerbehindertenarbeitsplatzes leistet der Landeswohlfahrtsverband Hessen Unterstützung.

Insgesamt kosten Umbau und Einrichtung des Foyers bislang rund 105 000 Euro, sagte Fründt.

Ausstellungen und Bergfried des Hinterlandmuseums Schloss Biedenkopf können vom 1. April bis 15. November dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Außerdem kann das Hinterlandmuseum nach telefonischer Voranmeldung in der Regel auch während der Winterpause vom 16. November bis 31. März von Gruppen ab zehn Personen besichtigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich freitags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr standesamtlich im Schloss trauen zu lassen. Während der Trauzeremonie wird das Schloss für den Besucherverkehr geschlossen - dies dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde. Der Hof und der Turm sind jedoch unabhängig davon durchgehend zugänglich.

Führungen sind nach Voranmeldung möglich: Telefonnummer 06461/924651, E-Mail: Hinterlandmuseum@marburg-biedenkopf.de. Adresse: Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf, Im Schloss 1, 35216 Biedenkopf. Internet: www.mr-bied.de/kultur/hinterlandmuseum-schloss-biedenkopf

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