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Vom Hessenkittel bis zur Henna-Bemalung

Stadtteilfest Vom Hessenkittel bis zur Henna-Bemalung

Neben kulinarischen Spezialitäten wie selbstgebackenem Brot, Pesto oder Kürbissuppe durften sich die Besucher vor allem über Meisterhaftes aus Kunst und Handwerk freuen.

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Angela Dembowsky (von links) und Joachim Klose informierten sich am Stand von Inge Boltz-Hagedorn. Thea Wiegand näht neben Hessenkitteln auch diese raffinierten Schürzen mit abnehmbarem Handtuch. Am Stand von Aidoo Ebenezer gab es traditionelle afrikanische Masken, die er selbst schnitzt. Tochter Emilia hilft ihm
beim Bemalen.

Quelle: Sarah Stolle

Ockershausen. Der von der „Initiative für Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit“ (IKJG) und dem TSV Ockershausen im Familienzentrum zum zweiten Mal veranstaltete Herbstmarkt verdeutlichte einmal mehr den Zusammenhalt der Einwohner des Marburger Stadtwalds. „Das Brot wurde von den Mitgliedern der ,interkulturellen Gärten‘ gebacken, die Frauen haben am Samstag Kürbissuppe gekocht und wir hatten viele freiwillige Helfer, die beim Aufbau mit angepackt haben“, berichtet Tanja Reitz vom IKJG, die den Markt gemeinsam mit Iris Lauer vom TSV Ockershausen organisiert.

Dass auf dem Markt, wie auch im Stadtteil, viele verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, zeigte sich nicht zuletzt an den Ständen. Außer den Stadtteilbewohnern hatten auch weitere Kunsthandwerker und Aussteller die Möglichkeit, ihre Waren anzubieten. So wurden, neben Ständen mit traditioneller hessischer Handarbeit wie dem Stand von Thea Wiegand aus Sarnau, an dem man unter anderem Hessenkittel erwerben konnte, auch traditionelle Waren aus anderen Ländern angeboten.

Aidoo Ebenezer bot selbstgefertigte afrikanische Masken zum Verkauf an und Nabila Khan bemalte die Gäste mit Henna-Farben. Beide wohnen im Stadtwald und brachten ihre Kinder zum Herbstmarkt mit.

Yaga Blomeyer bot ihre Waren zum zweiten Mal auf dem Markt des IKJG an. Die Ockershäuserin war im vergangenen Jahr so fleißig, dass sie bald allerhand Gehäkeltes, Genähtes und Gestricktes auch auf weiteren Märkten anbieten kann.

Kreativität zeigte sich vor allem am Stand von Inge Boltz-Hagedorn, die Schmuck aus Aludraht herstellt, und am Stand von Iris Lauer und Renate Katzer, die alte Handtücher zum Kuscheltier umgestalten und Waschlappen stricken. Schmuck aus selbst gesammelten Steinen konnte man bei Kathleen Gutbell erwerben.

„Vorurteile sind immer schnell beseitigt“

Die örtliche Bettina-von-Arnim-Schule war beim Markt ebenfalls mit von der Partie. Wie sich zeigte, ist das Zusammen­leben im Stadtwald ein sehr angenehmes. „Anfängliche Vorurteile gegenüber fremden Kulturen sind immer schnell beseitigt“, lobt Tanja Reitz. „Wir haben hier im Stadtwald derzeit insgesamt 15 Stadtteilpaten, die sich stets um das Wohl der Bewohner kümmern, als Ansprechpartner fungieren und zahlreiche Aktivitäten für diese anbieten“, freut sich Dorothee Griehl-Elhozayel, Leiterin der IKJG. Und das kommt auch bei den Bewohnern gut an. „Wir leben jetzt seit 28 Jahren im Stadtwald und fühlen uns sehr wohl“, sagt Svenja Schneider, die gemeinsam mit Mutter Birgit Konstanty-Freidhof am Tag vor dem Markt fleißig beim Kochen der Kürbissuppe half.

von Sarah Stolle

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