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Volltrunken ins Geländer gerast

Aus dem Amtsgericht Volltrunken ins Geländer gerast

Weil ein Mann mit 2,29 Promille ein Brückengeländer beschädigte, ist er seinen Führerschein los und wurde vom Amtsgericht Marburg zu einer Zahlung von insgesamt 1650 Euro verurteilt.

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Quelle: Hofschlaeger / pixelio.de

Marburg. Regungslos vernahm der Angeklagte das Urteil. Er ist sich seiner Schuld bewusst, ließ er durch seinen Pflichtverteidiger Thomas Strecker verkünden.

Der 37-jährige Vater einer Tochter wurde im beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 55 Euro verurteilt, und damit zu mehr als der Staatsanwalt forderte, nämlich zu je 20 Euro. Seit dem Unfall ist der Mann ohne Führerschein, der eingezogen bleibt. Für eine Wiedererteilung der Fahrerlaubnis verhängte die Vorsitzende Richterin Katharina Blumentritt eine zehnmonatige Sperre.

Der Mechaniker bezeichnet sich seit nunmehr „zweieinhalb Jahren“ als Alkoholiker. Er sei auch schon in ambulanter Behandlung gewesen, die aber nicht viel nützte. Als er an einem Vormittag vor etwa drei Monaten innerhalb von vier Stunden acht bis zehn Halbliterflaschen Bier trank und danach ins Auto stieg, verursachte der gebürtige Gießener an einer Brücke nahe Lohra einen Schaden von 2000 Euro. Seit dem 15. August befindet sich der 37-Jährige voraussichtlich bis Ende November in stationärer Behandlung in einer Klinik.

Strafmildernd angesehen wurde die Geständigkeit des Mannes. Zudem war er zuvor nicht straffällig. Die Geldstrafe fiel etwas niedriger als üblich aus, da der Angeklagte nach eigenen Angaben von seinen 2300 Euro Nettoeinkommen circa 1400 Euro monatlich aufwenden muss, um das neu gebaute Haus abzubezahlen und die anfallenden Nebenkosten zu decken. Auf Rechtsmittel wollen Verteidiger Strecker und sein Mandant verzichten.

von Yannic Bakhtari

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