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Volker Bouffiers Vorlesestunde

Ministerpräsident Volker Bouffiers Vorlesestunde

Der Landesvater besuchte eihen Tag vor dem bundesweiten Vorlesetag Vorschulkinder im Kindergarten Julienstift.

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Ministerpräsident Volker Bouffier las in der Kita Julienstift. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Glen hat keine Berührungsängste: In der einen Hand hält der Sechsjährige sein neues Kuscheltier, den hessischen Löwen, in der anderen den Gast der Kita. Der Kleine führt den Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) in den aufgeräumten Bewegungsraum. „Es soll alles perfekt aussehen“, sagt Glen zu Bouffier und zeigt ihm den Raum. Vorne der Stuhlkreis, hinten das Gedeck für den späteren Imbiss. Die Kleinen haben sich auf den Besuch des Politikers vorbereitet. Einen Tag zuvor fand die Generalprobe statt, die Erzieherinnen hatten den Kindern ein Bild von Bouffier gezeigt, sie übten die Lieder ein und gingen den Ablauf durch. Die Aufregung ist jetzt trotzdem da. Polizei, Kameraleute, mehrere Herren mit Anzügen: So viele Gäste, so viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen die Kinder sonst nie. Aufmerksam ist auch der prominente Gast: Er hört den Kindern zu, spricht sie und ihre Erzieher direkt an. Eilig hat er es heute nicht. Er berichtet, dass er gerade Großvater geworden sei und sich früher für seine Kinder Geschichten ausdachte. Die seien am besten angekommen. „Die Kinder heute spielen lieber mit dem iPad“, sagt er im Stuhlkreis. Die Provokation sitzt: Die ersten lachen laut, die anderen erklären, dass sie kein iPad haben. „Nein, ich spiele gern“, ruft ein Mädchen. Auch das gute alte Buch, es kommt bei den Kindern an. Bouffier fragt, ob er eine Geschichte von „Willi Wiberg“ lesen darf. Die Kleinen bitten darum. Bouffier zieht Krawatte und Jackett aus, zieht die Lesebrille auf. „Willi Wiberg soll immer Händewaschen vor dem Essen, er macht es aber nicht.“ „Macht ihr das?“, fragt Bouffier in die Runde. „Und krempelt ihr auch die Ärmel hoch?“ Immer wieder baut der Geschichtenerzähler seine Zuhörer ins Geschehen ein. Die Jungen und Mädchen machen mit. Am Ende bedankt er sich für das ruhige Zuhören, die Kinder verabschieden sich mit Liedern. Dass sich der Besucher zwei Stunden Zeit genommen hat, freut die Leiterin Burgel Hochgesand-Geulen. Auch für die Vertreter des Trägers, der evangelischen Kirche, Dekan Burkhard zur Nieden und Professor Volker Mammitzsch vom Gesamtverbandsvorstand sowie Bürgermeister Franz Kahle hat Bouffier heute noch Zeit übrig.

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