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Vogelgrippe sorgt für Einschränkung

Geflügelzucht-Ausstellung Vogelgrippe sorgt für Einschränkung

Rund 700 Hühner und Tauben waren auf der Kreisverbandsschau der Marburger Geflügelzüchter in Schröck zu sehen. Enten und Gänse konnten jedoch aus Vorsichtsmaßnahmen nicht teilnehmen.

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Mit diesem Hahn und einigen weiteren „Ostfriesischen Zwerg-Möwen“ sicherte sich Niklas Ruppert die Bundesjugendmedaille.

Quelle: Fotos: Marcus Hergenhan

Schröck. Lautes Krähen, nervöses Scharren und ab und an heftiges Flügelschlagen, für Landwirte ist das Alltag und auch die Aussteller der Schröcker Kreisverbandsschau der Geflügelzüchter, die am vergangenen Mittwoch abgehalten wurde, sind an das wilde Treiben gewohnt. „Eigentlich sind wir ganz zufrieden mit dem Ablauf dieses Jahr, nur dass wir zum ersten Mal auf die Wasservögel verzichten mussten, wegen der Vogelgrippe, das schmerzt natürlich,“ so Ausstellungsleiter Heinrich Schnell.

Aussteller setzen auf Jungtiere

Problematisch sind Enten und Gänse, da sie Träger der Vogelgrippe sein können, ohne entsprechende Symptome zu zeigen. „Wenn Hühner daran erkranken, merken sie das sofort, die sterben binnen weniger Tage, aber eine infizierte Ente könnte im Laufe so einer Ausstellung zig Tiere anstecken, ohne dass man es merkt,“ ergänzte der Zweite Vorsitzende des Marburger Geflügelzüchtervereins, Peter Nau. Aber auch ohne Infektionen muss es schnell gehen im Leben einer Henne oder eines Hahnes. Sämtliche 158 Großhühner, 166 Tauben und 362 Zwerghühner der Ausstellung sind noch 2014 geschlüpft. „Wenn die Tiere erst einmal in der Mauser waren, dann werden die nicht mehr besser, manche Züchter stellen noch Exemplare im Alter von zwei Jahren aus, aber das ist schon die Ausnahme,“ erklärte Nau.

Natürlich können nicht alle Hühner und Hähne für die Zucht verwendet werden, zumal Hähne schon nach zwei Jahren zusehends weniger erfolgreich befruchten. „Die überschüssigen Tiere werden dann eben der Küche zugeführt,“ so Schnell.

Zwei Frauen unter den 80 Preisträgern

Mit Daniela Schaub und Helga Alm waren auch zwei Frauen unter den insgesamt 80 Preisträgern. Schaub sicherte sich dabei mit ihrer Kropftaube eines von acht „Schröcker-Bändern“. „Wir hatten halt schon Tiere daheim, mein Mann hat mich dann zur Geflügelzucht gebracht,“ erzählte die Landwirtin aus Stadtallendorf. Die weiteren Bänder gingen an: Norbert Hühn, Wolfgang Kraft, Dirk Oeske, Konrad Pfeiffer, Hans Wormsbächer, Maximilian Nau, Steven Ried, Walter Schneider und Heinrich Schnell.

Das Kreisverbandsband erhielten: Josef Weber, Norbert Hühn, Hermann Dönges, Günter Koch, Flauger Altheinz, Justus Becker Manus, Heinz Becker und Petri Hermann. Züchter und Interessierte Besucher haben am 17. und 18. Januar erneut Gelegenheit, an einer Ausstellung teilzunehmen. An diesen beiden Tagen findet im Gartencenter Pötschke in Marburg die nächste Tiergeflügelschau statt.

von Marcus Hergenhan

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