Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Vogelfreunde trauern: Einer von drei Jung-Uhus ist tot

Todesursache: Darmverschluss Vogelfreunde trauern: Einer von drei Jung-Uhus ist tot

Marburgs Vogelfreunde trauern: Der auf das Langdach der Elisabethkirche gestürzte älteste der drei JungUhus musste am Freitagvormittag in der Gießener Vogelklinik eingeschläfert werden. Das berichtete Axel Wellinghoff vom Verein Marburger Vogelwelt auf Anfrage.

Voriger Artikel
Die ersten Siedler kamen vor 80 Jahren
Nächster Artikel
Bückingsgarten öffnet Sonntag wieder

Das Foto vom Dienstag zeigt als zweiten von links den verunglückten ältesten Junguhu, in der Mitte das „Nesthäkchen“ und rechts die Mutter.Foto: Axel Wellinghoff/marburger-vogelwelt.de

Marburg. Allerdings waren die Verletzungen durch den Sturz gering. Wie Wellinghoff von der Klinik erfuhr, litt der junge Uhu an einem weit fortgeschrittenen Darmverschluss. Der Darm hatte sich bereits einige Zentimeter nach außen gewölbt. Dies führte dazu, dass der Jung-Uhu bereits seit einiger Zeit keine Nahrung verdauen und abführen konnte. Ein solcher Befund war laut den Tierärzten inoperabel.

Die Feuerwehr hatte das Tier am Donnerstagabend aus 25 Metern Höhe gerettet (die OP berichtete).

Uhu-Exkursion

Am Abend vorher waren etwa 40 Interessierte zu einer Uhu-Exkursion an die Elisabethkirche gekommen, zu der der Naturschutzbund (Nabu) Marburg eingeladen hatte. Pablo Stellbrink, der die Führung leitete, sagte, fliegen könnten die Jung-Uhus noch nicht. Sie seien etwa zwei bis drei Monate alt, und er vermute, dass sie Ende Juli die ersten Flugversuche unternehmen könnten.

Dass Uhus in der Stadt brüteten, sei nicht ungewöhnlich, denn es gebe dort ein großes Nahrungsangebot: „So viele Ratten und Tauben gibt es im Wald nicht.“ Die Nachttiere würden ab der Dämmerung jagen. Dann sehe man die Altvögel häufiger, wenn sie Futter für ihren Nachwuchs beschafften.

Stellbrink sagte, die Tiere würden wahrscheinlich wie im vergangenen Jahr weiter nach unten wandern. Dann seien sie noch besser zu sehen und der Nabu werde voraussichtlich weitere Führungen anbieten.

von Michael Arndt und Heiko Krause

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr