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Vizepräsidenten wollen Verlängerung

Wahl im Senat Vizepräsidenten wollen Verlängerung

Am kommenden Montag stehen die beiden amtierenden Uni-Vizepräsidenten in einer Sondersitzung des Senats zur Wahl.

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Die Uni-Vizepräsidenten Professor Joachim Schachtner (links) und Professor Harald Lachnit stellen sich für drei weitere Jahre zur Wahl. Archivfoto

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Marburg. Der Senat der Uni tagt am Montag, 17. Dezember ab 14.15 Uhr in der Alten Aula, bevor sich ab 15.45 Uhr im Senatssitzungsaal die turnusmäßige Sitzung anschließt. Es geht zunächst um die Wiederbestätigung von zwei der drei Vizepräsidenten, die sich wieder zur Wahl stellen. Da beide von der Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause vorgeschlagenen Bewerber keinen Gegenkandidaten haben, ist von einer Wiederwahl auszugehen.

Für den Psychologie-Professoren Harald Lachnit (57) fiel die Entscheidung zur erneuten Kandidatur sehr viel schneller als vor seiner ersten Wahl vor drei Jahren. „Damals musste ich zum Jagen getragen werden“, erinnert sich Lachnit, der im Präsidium für das Ressort „Studium und Lehre“ zuständig ist. Drei zusätzliche Jahre als Vizepräsident sind ihm dieses Mal jedoch eine Herzensangelegenheit, wie er im Gespräch mit der OP betonte.

Denn vor allem geht es ihm jetzt um Kontinuität im Amt und die Chance, seinen Gestaltungsspielraum zugunsten der Verbesserung der Studienbedingungen zu nutzen. Und da hat er dank der entscheidend von ihm mit eingeworbenen Bund-Länder-Mittel in Höhe von 12 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre eine für die universitäre Lehre außergewöhnlich hohe Summe zur verfügung. Und dieses Geld wird aus Sicht von Lachnit in den kommenden Jahren an der Universität auch dringend benötigt, zumal die Studierendenzahlen noch deutlich steigen werden.

Neben der Finanzierung von zusätzlichen Lehrangeboten will Lachnit in den kommenden drei Jahren aber auch die Organisationsstruktur der Lehre an allen Fachbereichen genau überprüfen. Ausschlaggebend für seine Entscheidung, für drei weitere Jahre zu kandidieren, war aus seiner Sicht auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den übrigen Präsidiumsmitgliedern. Nicht soviel Zeit kann Lachnit hingegen der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe zum Thema „Lernen und Wahrnehmung“ am Fachbereich Psychologie widmen. Das Präsi­diums-Amt ist auf jeden Fall ein Fulltime-Job, doch diese Aufgabe geht Lachnit mit viel Energie und Begeisterung an.

Das geht auch dem Biologen Professor Joachim Schachtner (49) so: Sein Hauptprojekt in den zurückliegenden war die Vorbereitung der Einführung des Campus-Managementsystems. Dabei gehe es nicht nur um ein neues Software-System, sondern auch darum, alle Uni-Angehörigen auf dem Weg dahin mitzunehmen, erläuterte Schachtner der OP. Das neue System, das 2014 eingeführt werden soll, soll nach Schachtners Hoffnung den Service für die Studierenden optimieren und den Verwaltungsaufwand für die Uni-Mitarbeiter gleichzeitig minimieren. Schachtner will sich in den kommenden drei Jahren schwerpunktmäßig um die Umsetzung des Vorhabens kümmern.

Viel vorgenommen hat sich Schachtner auch in Sachen Qualitätsmanagement: So wurde unter seiner Anleitung unter anderem ein Dekane-Handbuch entwickelt, das den jeweils auf Zeit gewählten Dekanen der Fachbereiche Anleitungen zu unterschiedlichen Themenfeldern wie Budgetplanung oder Personalgespräche gibt. Den Spaß am Vizepräsidenten-Amt hat Schachtner wie auch sein Amtskollege Lachnit noch nicht verloren.

„Auch wenn die finanziellen Rahmenbedingungen nicht so gut sind, können wir doch einige Dinge umsetzen, die wir uns überlegt haben“, freut sich der Neurobiologe. Und dafür hofft er wie Lachnit am Montag auf eine Bestätigung durch den Uni-Senat.

von Manfred Hitzeroth

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