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Vivaldi trifft auf die Beatles

Schüler musizieren Vivaldi trifft auf die Beatles

Swinging Big-Band-Sound, emotionaler Chorgesang und peppige Orchesterarrangements: Zwölf Musikgruppen haben in der Frankenberger Edertalschule ihr Können präsentiert.

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Die Streicher des kleinen Philippinum-Orchesters und der große Chor der Martin-Luther-Schule bei ihrem Auftritt.Fotos: Kutsch

Marburg. An zehn verschiedenen Orten haben Hessens Schulbands und -chöre sich am Freitag getroffen, um gemeinsam zu musizieren. Einer dieser Orte war Frankenberg: Zwölf Musikgruppen aller Altersklassen kamen in die Kulturhalle der Edertalschule, um dort Lieder aus ihren so unterschiedlichen Repertoiren zu präsentieren.

Mit dabei waren zwei Musikgruppen aus Marburger Schulen. Zwar ohne Kontrabass, aber dadurch nicht weniger klangvoll, präsentierte sich das Gymnasium Philippinum: Das kleine Orchester hatte drei klassische Stücke mitgebracht. Mit feierlichen Tönen füllten die jungen Musiker die Halle mit ihrer Interpretation des zweiten Satzes der siebten Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Fröhlich, dann wieder mild und schläfrig, bis hin zu rasanten Tönen, die ein triumphales Ende finden - so setzten die Streicher den „Herbst“ von Antonio Vivaldi in Szene. Kälte, Schnee und Sturm hingegen ließen die Musiker mit Vivaldis vierter Jahreszeit aufkommen: Beim „Winter“ zeigten vor allem viele Solostimmen ihr Können.

Der große Chor der Martin-Luther-Schule (MLS) zählt 130 Stimmen. Krankheitsbedingt war er etwas dezimiert, aber dadurch nicht weniger stimmgewaltig. Unter der Leitung von Jürgen Förster sangen die MLS-Schüler eine langsame und ruhige Version des Beatles-Klassikers „Cant`t buy me Love“. Emotional und romantisch erklang „When I Fall in Love“, während die Sänger mit „Zigeunerleben“ von Robert Schumann dunkle, getragene und im fröhlichen Tanz endende Töne setzten.

Beide Marburger Musikgruppen haben sich für den Preis „Klasse Klassik“ beworben. Er wird im Zuge des hessenweiten Schulmusikprojekts ausgelobt.

Die Frankenberger Schüler waren dieses Jahr bei der Regionalbegegnung von „Schulen musizieren in Hessen“ am stärksten vertreten: Von der Ortenbergschule waren die Bläser der Klassen fünf bis acht dabei. Auf einer gemeinsamen Freizeit haben sie etwa den Beatles-Hit „Yellow Submarine“ eingeübt. Die Klassen eins bis vier waren im Grundschulchor vertreten. Mit Klangstöcken und Rasseln ließen sie eine Raumstation in den Köpfen der Zuhörer entstehen. Für die außerirdisch guten Töne gab es viel Applaus.

Die Big Band der Edertalschule brachte Schwung in das Publikum: Mitreißende Klänge erfüllten mit ihrer Version von „Rolling in the Deep“ die Kulturhalle. Mit „Earth, Wind and Fire“ hatten sie noch einen Klassiker im Gepäck. Einen richtigen Klassiker hatte auch der Chor der Schule mit „Lemon Tree“ mit dabei. Bei „Cerf volant“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ wurde der stimmlich breit aufgestellte Chor von Violine, Cello und Kontrabass unterstützt. Die 80 jungen Musiker des Sinfonieorchesters unter der Leitung von Markus Wagener begeisterten die Zuhörer der anderen Musikgruppen mit einem James-Bond-Medley. Zum Finale gab es ein Arrangement mit gekonntem Saxophon-Solo vom Song zum neuen Bond-Film „Skyfall“, dirigiert von Martin Fischer.

Organisiert wird „Schulen musizieren in Hessen“ vom Verband Deutscher Schulmusiker. In diesem Jahr sind rund 3600 Schüler beteiligt - davon mehr als 400 junge Musiker in Frankenberg.

Laut Musiklehrerin Gertrud Will werden dann gute, individuelle und kreative Gruppen aus den verschiedenen Schulen eingeladen, bei der Landesbegegnung in Wiesbaden zu spielen.

von Patricia Kutsch

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