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Vitos eröffnet neues Klinikgebäude

18-Millionen-Investition Vitos eröffnet neues Klinikgebäude

Bereits im Januar wurde der Neubau an der Vitos-Klinik fertiggestellt. Er bietet Platz für 125 Betten, fünf Stationen, eine Tagesklinik und eine neue Cafeteria. Am Dienstag wurde er feierlich eröffnet.

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Nach drei Jahren Bauzeit wurde der Neubau der Vitos-Klinik am Standort Marburg eröffnet.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Helle Räume, sanfte Farbtöne, hohe Fenster – das ist das erste, was einem auffällt, wenn man die neuen Patientenzimmer im Neubau der Vitos-Klinik betritt. Die Atmosphäre in den Zimmern wirkt beruhigend und freundlich, wie in einem Hotel. Dass in diesen Zimmern psychisch Kranke untergebracht werden, ist erst auf den zweiten Blick erkennbar: verschlossene Fenster, Kleiderhaken, die ab einem Gewicht von 20 Kilogramm nachlassen, schräg montierte Türklinken.

Laut Marc Engelhard, Geschäftsführer der Vitos Gießen-Marburg, wurden bei der Gestaltung und Architektur des Klinikgebäudes empirisch belegte Gestaltungsempfehlungen für psychiatrische Kliniken berücksichtigt, um Strangulation und Sturz in die Tiefe, den zwei häufigsten Suizidmethoden im stationären psychiatrischen Bereich, entgegen zu wirken.

„Ich bin davon überzeugt, dass moderne Therapie eine Umgebung braucht, in der sich Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen wohlfühlen. Das gilt vor allem in der Psychiatrie“, so Uwe Brückmann, Landesdirektor des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen und Aufsichtsratsvorsitzender der Vitos GmbH.

Dafür haben Vitos Gießen-Marburg knapp 18 Millionen Euro investiert. Sie wurden vollständig aus Eigenmitteln finanziert. „Die dezentrale Anordnung der Stationen in den vorhandenen Gebäuden ließ sich nicht mit unseren qualitätsorientierten Prozessstrukturen vereinbaren“, erklärt Engelhard.

Im Jahr 2012 beschloss die Vitos Gießen-Marburg daher, einen modernen Krankenhaus-Neubau auf dem 139 Jahre alten Klinikgelände zu errichten. Mit dem Neu- und Umbau soll die psychiatrische und psychotherapeutische Krankenhausbehandlung modernisiert und die Arbeitsabläufe optimiert werden, indem beispielsweise die Ergotherapie zentral untergebracht wird. Zusätzlich soll die Ambulanz in einem Haus neben dem Neubau untergebracht werden.

„Das Besondere an dieser Maßnahme ist, dass sich alt und neu verbinden“, hebt Brückmann hervor. Dies sei gelungen. Der moderne Bau forme sich in die historische Bausubstanz der umgebenden Klinikgebäude ein.

Kreisbeigeordneter Marian Zachow, der als Student viele Jahre neben der Vitos-Klinik wohnte und sich häufig auf dem offenen Klinikgelände aufhielt, lobte die „konzeptionelle Offenheit“ der Klinik und sprach von einem „wichtigen Baustein, dass psychische Krankheiten nicht versteckt werden müssen, sondern dass sie zu unserer Gesellschaft gehören“.

Interessierte haben am Sonntag, 13. September 2015, die Möglichkeit sich von 11 bis 16 Uhr den Klinikneubau und das Gelände am Marburger Standort der Vitos-Klinik genauer anzuschauen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.vitos-giessen-marburg.de.

von Ruth Korte

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