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Vitos-Gebäude könnte als Ersatz dienen

Altenhilfe Vitos-Gebäude könnte als Ersatz dienen

Die Neuordnung der kommunalen Altenpolitik, speziell die Zukunft des Gebäudes Sudetenstraße 24, erntet in der Kommunalpolitik kaum Kritik. Altenhilfe – auch die defizitäre Tagespflege – fährt 2015 wohl Gewinn ein.

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Das Altenzentrum Sudetenstraße soll saniert werden.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Eine offene Frage ist, ob das Haus während des laufenden Betriebs saniert wird, oder ob die Bewohner für mehrere Monate umziehen müssen. Meinung des scheidenden Oberbürgermeisters Egon Vaupel (SPD): „Technisch ist der Umbau zu jeder Zeit möglich. Angesichts der Belastungen der Bewohner, etwa durch Lärm, sollte man das aber nicht machen.“ Als Interimslösung könnten Gebäude auf dem Vitos-Gelände in Betracht kommen. „Unmöglich ist das nicht, aber es sind diese Fragen, die in den kommenden Monaten diskutiert werden müssen.“

Die Sanierung des Altenzentrums am Richtsberg kostet 14 Millionen Euro, es soll 80 Pflegeplätze – davon 32 vollstationär – geben ( OP berichtete). Der Fokus liegt auf Dutzenden Gemeinschafts-Apartments und Gruppenräumen. Zudem könnte das Hochhaus künftig ein Schwesternwohnheim des Uniklinikums beherbergen, erläuterte Vaupel im Sozialausschuss der Stadt.

„Wir schaffen ein optimales Konzept, den Umbau eines reinen Wohnheims in ein Begegnungszentrum, das gemeinschaftliches Wohnen in den Mittelpunkt stellt. Genau das ist die neue Qualität“, sagt Ulrich Severin (SPD).

MBL befürchtet 
Kapazitätsmängel

Hermann Uchtmann (MBL) bemängelt, dass seit der Eröffnung des Heims in Cölbe „das Umland stärker mitversorgt werden muss, die Pflegeplatz-Zahl aber nicht erhöht wird“. Altenplanerin Dr. Petra Engel erläutert: Immer schon lebten auch am Richtsberg nur zehn Prozent aus dem Stadtteil, viele stammten aus dem Landkreis, ein Kapazitätsproblem hätte sich angesichts von mehr als 230 Pflegeplätzen (inklusive Standort Cölbe) nicht ergeben.

Die Marburger Altenhilfe, entgegnet Vaupel, sei vielmehr insgesamt auf einem „richtigen, weil auch finanziell guten Weg“. Selbst die umstrittene, jahrelang defizitäre Tagespflege habe mittlerweile eine Vollauslastung. Das sorge dafür, dass die Altenhilfe 2015 „auch wirtschaftlich ein positives Ergebnis aufweist“.

Sichtbare äußere Veränderungen wird es bei der Sanierung des Sudetenstraßen-Hochhauses geben, da aufgrund des energetischen Sanierungskonzepts alle Balkone wegfallen. Diese sollen laut Architekten-Plänen in die Wohnfläche integriert werden.

Grundlage des Konzepts ist der via Stadtteil-Umfragen ermittelte Wunsch der Mehrheit, so lange wie möglich im eigenen Zuhause zu leben und zu altern. Wenn Pflege nötig, eine Pflegestufe ab 2 erreicht sei, favorisieren Vaupel zufolge die meisten ein Altern in ihrem Quartier.

von Björn Wisker

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14 Millionen Euro für Sanierung

Diesen Mittwoch legt OB Vaupel Zahlen für die Sanierung und die Umsetzung eines Konzepts für das Seniorenheim am Richtsberg vor, das als „Marburger Modell“ Vorbild in der Branche haben soll.

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