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„Vielfalt macht Deutschland besonders“

Staatsbürgerschaft „Vielfalt macht Deutschland besonders“

173 Personen erhielten von November 2009 bis September 2010 im Landkreis die deutsche Staatsbürgerschaft. 25 kamen, begleitet von Verwandten und Freunden, zum fünften Neubürgerempfang ins Kreishaus.

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Die türkischstämmige Physikstudentin Evrim Alagöz, in dritter Generation in Deutschland, und der Rechtsanwalt Djamba Onyumbe Shongo, der 1993 aus der Demokratischen Republik Kongo flüchtete, sprachen beim Neubürgerempfang über ihre Erfahrungen.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. „Wenn man sich hier zu Hause fühlen will, muss man sich integrieren. Der Schlüssel dazu sind die Sprache und eine Ausbildung“, betonte Djamba Onyumbe Shongo. Er dankte dem Kreis ausdrücklich für den Empfang, zu dem dieser nicht verpflichtet sei. Mit großer Ernsthaftigkeit schilderte er den 80 Gästen im Foyer des Kreishauses seinen Werdegang, seit er 1993 aus der Demokratischen Republik Kongo nach Deutschland geflüchtet war.

Nach mehreren Deutschkursen an der Volkshochschule Marburg sowie am Studienkolleg in Frankfurt begann er 1998 in Marburg ein Studium der Rechtswissenschaften, das er erfolgreich abschloss. 2009 eröffnete er in Marburg seine eigene Anwaltskanzlei. Im Gespräch mit der OP erzählte er, dass er sich auch in einem im Sommer 2010 ins Leben gerufenen Projekt des regionalen Übergangsmanagements dafür einsetzen will, Zuwanderer bei der Integration zu unterstützen.

Landrat Robert Fischbach hatte in seiner Begrüßungsansprache die Zuwanderer als Gewinn für den Kreis und Deutschland bezeichnet, die andere Erfahrungen, Wissen und Ideen mitbrächten. Auch die wohl bekannteste Marburgerin, die Heilige Elisabeth, war keine Deutsche, sondern kam aus Ungarn, und die Hugenotten, die als Glaubensflüchtlinge kamen, beflügelten mit ihren Techniken die Entwicklung des Handwerks in unserer Gegend, verwies Fischbach auf die Geschichte.

von Manfred Schubert

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