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Viele Bedenken, aber wenige Ängste

Ehec-Virus Viele Bedenken, aber wenige Ängste

Der Ehec-Erreger breitet sich in Deutschland aus und viele Bürger sind verunsichert. In Marburg und im gesamten Kreis ist bislang kein bekannter Fall aufgetreten. Damit es so bleibt, gibt der Fachbereich Gesundheit Tipps.

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Die zweieinhalbjährige Lilly kauft mit Lucia Ebert Gemüse ein. Angst vor dem Ehec-Erreger haben sie nicht.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Auf dem Wochenmarkt in der Frankfurter Straße ist die Stimmung entspannt. „Ich hatte am heute nur sehr wenige Fragen zum Ehec-Virus“, erzählt Carmen Gaus-Staubitz, Biogärtnerin aus dem Ebsdorfer Grund. „Die Kunden haben Vertrauen in unsere Waren, denn beim biologischen Anbau von Obst und Gemüse wird absolut keine Gülle eingesetzt“, erklärt die 45-Jährige.

Ähnlich gelassen sieht auch Biogärtner Harry Kull aus Dreihausen die Diskussion um den Darm-Keim. „Ich denke, es wird von den Medien gerade ein Hype um diese ganze Sache gemacht, vielleicht auch, um von Fukushima wegzukommen“, mutmaßt er. Ein verändertes Kaufverhalten habe er bei seiner Kundschaft noch nicht feststellen können. „Ich habe die Leute häufiger von mir aus auf dieses Thema angesprochen, als dass sie auf mich zukamen“, stellt der 55-Jährige fest. Fragt man die Menschen auf dem Markt, so bestätigt sich der Eindruck der beiden Biobauern. Viele machen sich Gedanken über das Virus und die möglichen Folgen, sehen aber keinen Anlass, Obst und Gemüse ganz von ihrem Speiseplan zu streichen.

von Kathrin Wollenschläger und Stefan Weisbrod

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