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Viele Baustellen an Marburgs Schulen

Sommerferien Viele Baustellen an Marburgs Schulen

Wie in jedem Jahr geht es auch in diesen Sommerferien an den Schulen in Marburg rund: Sie werden fit gemacht für das kommende Schuljahr.

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Bauarbeiter Hartmut Gonther arbeitet mit dem Presslufthammer  an der Sporthalle der Richtsberg-Gesamtschule.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach teilte der OP auf Anfrage mit, dass die Stadt in diesem Jahr fas t 3,8 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen an den Marburger Schulen ausgibt.

Wie jedes Jahr sind auch anno 2012 die „großen Ferien“ der Zeitpunkt, in dem das Gros der fälligen Sanierungsarbeiten ausgeführt werden kann. Sie reichen von der Renovierung der Küche in der ­Friedrich-Ebert-Schule für 5000 Euro bis zur grundlegenden ­Sanierung des naturwissenschaftlichen Gebäudetrakts am Gymnasium Philippinum für 1,7 Millionen Euro.

Die Stadt ist als Schulträger ­zuständig für den Bau und die Unterhaltung, die Erweiterung und die Instandhaltung der Schulgebäude.

Dafür ist in diesem Jahr deutlich mehr Geld vorgesehen als 2011. Im vergangenen Jahr ließ sich die Stadt die Sanierung der Schulen etwa 2,3 Millionen Euro kosten.

Frischzellenkur fürs Gymnasium Philippinum

Mit Abstand der größte Anteil geht für die Sanierung des naturwissenschaftlichen Flügels im Gymnasium Philippinum drauf. Seit dem vergangenen Jahr wird der gesamte naturwissenschaftliche Trakt in drei Bauabschnitten saniert. Nachdem die Etage für den Chemieunterricht fertiggestellt ist, steht in diesem Sommer der Fachbereich Physik an.

Die Arbeiten umfassen unter anderem die Erneuerung der gesamten Haustechnik, eine Betonsanierung, die Erneuerung der Toilettenanlagen sowie die Erneuerung der naturwissenschaftlichen Einrichtung. Damit soll gewährleistet werden, dass am Philippinum „ein moderner und fachgerechter naturwissenschaftlicher Unterricht möglich ist“, teilte Weinbach mit.

500000 Euro sind veranschlagt für die Sanierung des Verwaltungsgebäudes der Pestalozzischule. Dort wurde im Jahr 2007 mit einer grundlegenden Sanierung der aus den 1960er-Jahren stammenden verschiedenen Gebäude der Schule begonnen. Nachdem bisher bereits 5 Millionen Euro investiert wurden, wird jetzt der Verwaltungstrakt saniert.

Eines der großen Themen war in den vergangenen Jahren regelmäßig der Ausbau der Mittagsversorgung im Zuge der Entwicklung vieler Schulen zu Ganztagsschulen - so auch in diesem Jahr. Nachdem die Anzahl der Kinder, die an der Geschwister-Scholl-Schule mit einem Mittagessen versorgt werden, auf etwa 70 gestiegen ist, erhält die Schule eine professionelle Versorgungsküche in einem ehemaligen Klassenraum. Nachdem die Schule im vergangenen Jahr zwei neue Räume für das Ganztags- und Betreuungsangebot erhalten hat, musste nun die bisher eher provisorisch untergebrachte Mittagsversorgung ausgeweitet werden, berichtet Weinbach.

Das umstrittenste Bauprojekt befindet sich im Stadtteil Richtsberg: Um die Sanierung der Halle der Richtsbergschule hatte es monatelange politische Auseinandersetzungen gegeben, weil das ohnehin knappe Angebot an Sporthallen während der Sanierungsphase weiter reduziert wurde. Anfang des Jahres wurde mit den Bauarbeiten begonnen, für Entkernungs- und Rohbauarbeiten während der Sommerferien sind 300000 Euro veranschlagt.

Der Wasserschaden in der Adolf-Reichwein-Schule nach einem technischen Schaden am Pfingstmontag soll nach den Sommerferien endgültig behoben sein. Die Stadt Marburg hat für die notwendigen Arbeiten in den Gebäuden A und E 160000 Euro bereitgestellt.

Weitere Schwerpunkte:

  • Für 125000 Euro wird der Turn- und Werkraum an der Otto-Ubbelohde-Schule saniert.
  • An den Kaufmännischen Schulen steht die Sanierung von Pausenhalle (55000 Euro) und Chemieraum (145000 Euro) sowie der Umbau der Verwaltung (75000 Euro) an.
  • Die Käthe-Kollwitz-Schule ­erhält eine neue Fluchttreppe, in diesem Zuge werden gleich die Fenster erneuert (55000 Euro). Außerdem erhält die Schule eine neue Küchenausstattung (30000 Euro)
  • Den Umbau der Küche im Bürgerhaus Marbach für dem Ausbau der Betreuung lässt sich die Stadt 60000 Euro kosten.
  • Auch in Michelbach investiert die Stadt in den Ausbau der Betreuung an der Grundschule. Hier entsteht ein Küchenbereich für 65000 Euro.

von Till Conrad

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