Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Viel Platz für eine Menge Kinderspaß

Vitos-Gelände Viel Platz für eine Menge Kinderspaß

Kinderkrippe auf dem Vitos-Gelände: Nachdem es beim Bau zu erheblichen Verzögerungen gekommen ist, prüft die Stadt eine Schadenersatzklage gegen den beauftragten Planer. Erzieher sind indes erleichtert über den geglückten Einzug.

Voriger Artikel
"Tussi Terror" und Bibliotheks-Abenteuer
Nächster Artikel
Ehrung für einen, der „Tacheles redet“

Das neue Gebäude der Kita Julienstift bietet den Kindern viel Platz zum Spielen und Toben.

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Es ist „ein großer Qualitätssprung“, sagt Burgel Hochgesand-Geulen. Die Leiterin der Evangelischen Kinderkrippe zeigt sich begeistert vom neuen Gebäude der Einrichtung. „Wir sind froh, dass wir nun endlich hier sind“.

Am 1. März dieses Jahres sollte eigentlich der Umzug der Kita erfolgen, doch aus acht Monaten geplanter Bauzeit wurden am Ende anderthalb Jahre. Neun Monate lang mussten die Kinder in den Ausweichunterkünften des Cappeler Kindergartens „Am Teich“ und der Mosaikschule untergebracht werden. Eine Zeit, die „sowohl für die Erzieherinnen als auch für Kinder ziemlich hart war“, so Hochgesand-Geulen. Zwar sei man dankbar für die Aufnahme in Cappel und habe sich dementsprechend „gebührend verabschiedet“, doch in den Räumen dort sei es „natürlich sehr eng“ gewesen. Am 27. und 28. November konnte nun der Umzug erfolgen.

„Das Warten hat sich gelohnt“, meint die Kita-Leiterin, die sich besonders über große Gruppenräume und weiträumige Flure freut. „Die Kinder genießen das und sind sehr neugierig“, sagt sie. Mit dem Ende des Provisoriums könne man jetzt „auch die pädagogische Ausrichtung so richtig anpacken“. Das Team werde „alles tun, um möglichst schnell in eine geordnete Arbeit zu kommen“. Durch die vorherige Unterbringung in verschiedenen Notquartieren, müsse man nun erst einmal die Abläufe neu bestimmen und ein gemeinsames Konzept erarbeiten.

Sie sei jedoch guter Dinge, dass „wir den Eltern hier ein wunderbares Angebot unterbreiten können“. Im Besonderen gelte dies bei Sprösslingen mit Behinderung, denn ein Schwerpunkt der Kinderkrippe liege auf Inklusion. Mehrere gehandicapte Kinder sind in den drei Gruppen untergebracht, die noch im Altbau in der Cappeler Straße 74 betreut werden. Wie auch bei den fünf Gruppen im Neubau mit der Nummer 68 in derselben Straße, beträgt die Anzahl der Kinder jeweils zehn. Die Kapazität der gesamten Kinderkrippe liegt somit bei 80 Plätzen.

Die Neugier ist geweckt

Die Vorzüge des neuen Gebäudes beschränken sich aber nicht nur auf den Platz. „Es ist zum Beispiel super, dass wir jetzt eine eigene Küche haben“, meint Hochgesand-Geulen. Durch die eigene Zubereitung des Mittagessens könne jetzt regional und saisonal gekocht und die Qualität der Mahlzeiten somit erhöht werden. Auch die gemütlichen Schlafräume sowie die gut ausgestatten Sanitärräume in jeder Gruppe seien ein großer Fortschritt.

Zudem verfügt das Gebäude über einen großen Turn- und Bewegungsraum, der im Januar mit Geräten bestückt wird. Große Fensterfronten in allen Räumen weckten zudem die Neugier der Kinder. „Wir müssen nur noch überall etwas Buntes auf die Scheiben kleben, damit niemand dagegen läuft“, schmunzelt Hochgesand-Geulen. Sobald die Fenster jedoch als Hindernis sichtbar seien, sei es toll, dass die Kleinen nach draußen schauen könnten.
Auf dem Außengelände soll sich bis zum Sommer ebenfalls noch etwas tun. Der Antrag für Außenspielgeräte sei beim Träger – dem Gesamtverband der evangelischen Kirchen in Marburg – gestellt, sagt Hochgesand-Geulen.

  • Laut Bürgermeister und Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) seien an der Kinderkrippe „noch einige bei der Abnahme festgehaltenen Mängel zu beseitigen“. Bei der Stadt prüfe man zudem aufgrund der zeitlichen Verzögerungen „in welcher Höhe wir Schadensersatz- beziehungsweise Ausgleichsansprüche gegen die Architekten geltend machen“. Dies werde „noch einige Zeit in Anspruch nehmen“.

von Peter Gassner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr