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Vhs will barrierefreie Angebote schaffen

Aktionsplan Vhs will barrierefreie Angebote schaffen

Die Stadt soll barrierefreier werden. Insgesamt 63 Handlungsansätze wurden laut Sozialplanerin Monique Meier daher von Stadt, Vereinen und Organisationen im Marburger Aktionsplan festgeschrieben.

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Der Marburger Aktionsplan soll die Teilhabe Behinderter verbessern.

Quelle: Conrad

Marburg. Im Behindertenbeirat erklärte sie, dass die Ideen und Projekte aus den Organisationen selbst hervorgegangen seien. So wolle etwa die Volkshochschule barrierefreie Angebote schaffen. Entwickelt wurde auch die Idee, Bewilligungsbescheiden generell ein Infoschreiben in einfacher Sprache beizufügen, um den Bescheid zu erläutern. Im Januar wurde der Aktionsplan vom Parlament verabschiedet und befindet sich laut Meier derzeit in der Umsetzung. So sei beispielsweise die Beschwerdestelle Barrierefreiheit schon online.

Eine Besucherin fragte nach, ob es auch Ansätze für barrierefreies Parken gebe. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies erläuterte dazu, dass der Ansatz derzeit nicht im Plan enthalten sei. Der Aktionsplan sei zwar ein gebundenes Buch, solle aber eher als Loseblattsammlung gedacht werden: „Es ist als lebender Prozess gedacht. Denn wir werden immer neue Bereiche finden, in denen wir die Inklusion bisher nicht mitgedacht haben.“

Kritisiert wurde von Mitgliedern, dass der Plan sehr offen sei. „Werden die Projekte wirklich vorangetrieben? Und wer überprüft das?“, fragte Dr. Christa Perabo (Grüne). „Viele einzelne Vorschläge können wir als Stadt gar nicht beeinflussen“, sagte Spies. „Ob die Uni ein barrierefreies Studium ermöglicht, entzieht sich unseren Entscheidungsmöglichkeiten“, nannte er ein Beispiel. Viele Organisationen hätten am Aktionsplan nicht mitgewirkt, wenn sie einen konkreten Zeitplan hätten aufstellen müssen. „Ich denke, mit einer kontinuierlichen Begleitung kommen wir sehr weit. Unser Aktionsplan ist schon konkreter als der auf Landesebene oder der der Stadt München.“

Der Vorsitzende und Leiter der Servicestelle für Behinderte an der Universität, Franz-Josef Visse, bestätigte, dass „wir als Uni uns nicht von der Stadt reinreden lassen würden“. Aber es gebe durch den öffentlichen Aktionsplan einen gewissen Druck, die Dinge auch umzusetzen.

von Patricia Grähling

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