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Versorgung auf „ganz neuem Niveau“

Neubau Versorgung auf „ganz neuem Niveau“

Kosten-Vorbild Cölbe: Die stationäre Pflege der Marburger Altenhilfe soll in einen Neubau auf dem Vitos-Gelände einziehen. Im Ortsbeirat Richtsberg findet der Plan Zustimmung.

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Designierter Bauplatz der Altenhilfe auf dem Vitos-Gelände (nahe Kinderkrippe).

Quelle: GoogleMaps

Marburg. In der Vergangenheit gab es viele Konzepte, was mit den Räumlichkeiten in der Sudetenstraße in Zukunft geschehen sollte. Nun berichtete der Geschäftsführer der Altenhilfe St. Jakob, Jörg Kempf über den Planungsstand.

„Aktuell haben wir vor, den Standort am Richtsberg umzubauen, so dass dort in Zukunft vor allem betreutes Wohnen, ambulante Pflege und Tagespflege angeboten werden, in Ergänzung zu den studentischen Wohneinrichtungen vor Ort.“ Die stationäre Pflege soll hingegen in Zukunft in einem komplett neuen, zweiten Gebäudekomplex angeboten werden, der auf dem Vitos-Gelände entstehen wird.

Aufgrund der großzügigen Fläche und der möglichen Einbindung anderer Pflegeeinrichtungen auf dem Gelände, werde in dem neuen Zentrum die Versorgung aller Pflegestufen - auch für Menschen mit ausgeprägter Demenz - „auf einem ganz neuen Niveau“ möglich sein. „Es gab zwar in der Vergangenheit Kritik an diesem Bauvorhaben, da es hieß, die Senioren würden dort abgeschottet, aber aus meiner Sicht ist das Vitos-Gelände nicht nur wunderschön, sondern auch von der Lage her und mit den dortigen pädagogischen Einrichtungen bestens eingebunden und sehr lebendig“, sagt Erika Lotz-Halilovic (SPD), Ortsvorsteherin.

Gewobau könnte Bau tragen

„Ich war zunächst auch skeptisch, aber wenn das gut in die parkähnlichen Strukturen des Geländes eingegliedert wird und in der Sudetenstraße ein Standort für die Senioren mit niedrigerem Pflegebedarf erhalten bleibt, dann ist das ein aus meiner Sicht sehr gutes Konzept“, ergänzte Dr. Heinz Stoffregen, Ortsbeiratsmitglied.

Die Mitglieder waren sich in ihrer Zustimmung einig, Bedenken gab es nur in Fragen des Erhalts der bisherigen Begegnungsmöglichkeiten am Richtsberg. „Wir wollen mit dem Umbau des bestehenden Gebäudes das Angebot des Cafés eher ausbauen, so dass dies in Zukunft nicht mehr nur ehrenamtlich läuft, sondern noch Personal zusätzlich eingestellt wird, damit Senioren, Studenten oder auch neu Hinzugezogene miteinander ins Gespräch kommen können“, erläuterte Kempf.

Als Bauträger für das Vitos-Gelände wird voraussichtlich die Gewobau zum Zuge kommen, mit ihr hatte die Altenhilfe vor einigen Jahren bereits das Pflegeheim mit 80 Plätzen in Cölbe realisiert. Konkrete Kosten und weitere Details seien allerdings noch Spekulation, da die Planungen erst noch vom Magistrat abgesegnet werden müssen, sagt Kempf. Die Größe des Gebäudes soll aber dem in Cölbe ähnlich sein, wo der Bau seinerzeit knapp zehn Millionen Euro gekostet hatte.

von Marcus Hergenhan

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