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Vermisste Frau war noch in Gisselberg

Leichenfund bei Polizeisuche Vermisste Frau war noch in Gisselberg

Der Mann, der die vermisste Frau bisher zuletzt gesehen hat, wundert sich, dass die Polizei bislang nicht mitteilte, dass er die Frau am 28. Februar noch zweimal in Gisselberg gesehen hat.

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Während der Suche nach der vermissten Frau aus Oberweimar fanden die Einsatzkräfte am Montag in der Nähe der Steinmühle gleich zwei Leichen in der Lahn, deren jeweilige Identität noch nicht feststeht.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Die Polizei muss es wissen, ich habe sie am besagten Sonntag angerufen, mit der Bitte, mal eine Streife nach Gisselberg zu schicken, um dort nach einer Frau zu schauen, die auf dem Radweg in Richtung Marburg unterwegs war“, sagt der Mann gegenüber der OP. Mehrfach berichtete diese Zeitung in den vergangenen Tagen, dass die Frau nach Erkenntnissen der Polizei zuletzt am Sonntagnachmittag als Spaziergängerin auf dem Radweg zwischen Niederweimar und Haddamshausen auf Höhe des Haddamshäuser Sportplatzes gesehen wurde.

„Dort fiel sie mir auf. Dann viel später sah ich dieselbe Frau in Gisselberg an der Bushaltestelle sitzen, als ich nach Marburg zum Tanken fuhr. Als ich den Weg zurückkam, war sie gerade zu Fuß auf dem Radweg unterwegs, etwa auf Höhe der Gaststätte im Ort“, führt der Mann, dessen Namen der Redaktion bekannt ist, weiter aus. Das war seiner Erinnerung nach zwischen 18 und 18.30 Uhr. Zuhause angekommen habe er über die Frau noch einmal nachgedacht und schließlich zum Telefon gegriffen, um die Polizei anzurufen. „Ich habe darum gebeten, doch mal sicherheitshalber eine Streife nach Gisselberg zu schicken, um nach der Frau zu schauen. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht“, sagt er. Polizeisprecher Martin Ahlich ist dieser weitergehende Teil der Aussage des Zeugen nicht bekannt, er hat auch keinen ergänzenden Hinweis zur Veröffentlichung erhalten.

Polizei nimmt weiterhin Hinweise entgegen

„Das hat uns jetzt schon stutzig gemacht, warum das nicht erwähnt wurde“, sagt die Schwester des Zeugen. Als sie schließlich von der Suche nach der Frau an der Lahn und dem Fund der Leichen hörte, wollte sie doch mal wissen, warum dieser Teil bisher in der Presse unerwähnt blieb.

Diese 55-Jährige aus Oberweimar wird seit dem 28. Februar vermisst.

Quelle:

Völlig ungeachtet der Leichen in der Lahn, die noch nicht identifiziert sind, ergeben sich dadurch neue Anhaltspunkte zu dem Weg, den die Frau am Sonntag, 28. Februar, obgleich schlecht zu Fuß, in irgendeiner Weise zurückgelegt haben muss. So kann es möglich sein, dass die Frau noch von anderen Menschen in oder rund um Niederweimar gesehen wurde sowie auch in Gisselberg, etwa an der Bushaltestelle sitzend.
Entsprechende Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0 64 21 / 40 60 entgegen.

Marburger Feuerwehr hilft bei der Bergung mit

Die Polizei hatte seit der Vermisstenmeldung mehrfach nach der Frau gesucht, unter anderem auch mit einem Hubschrauber. Dabei wurde nach einer intensiven Suche im Wohnumfeld der Frau in Oberweimar auch die Lahn in Betracht gezogen, weil sich die Frau dort wohl immer wieder gerne aufgehalten hatte. Am Montag wurde dann erneut an der Lahn gesucht. Dabei kam es zu den beiden Leichenfunden auf Höhe des Landschulheims Steinmühle (die OP berichtete).

Zur  Bergung der zuerst gefunden Leiche wurden auch Marburger Feuerwehrbeamte hinzugerufen, die über entsprechende Ausrüstung verfügen, unter anderem Wasserrettungsanzüge. „Wir waren gerade wieder am zusammenräumen, als wir die Nachricht zum Fund einer weiteren Leiche erhielten“, sagt ein am Einsatz Beteiligter.  Somit blieben sie vor Ort und halfen auch bei der zweiten Bergung mit.

von Götz Schaub

Leichen werden am Mittwoch obduziert
Am Tag nach dem Fund zweier Leichen in der Lahn auf Höhe des Landschulheims Steinmühle (Foto: Nadine Weigel) gibt es keine neuen Erkenntnisse darüber, um wen es sich jeweils handelt.  Die Obduktion der Leichname ist laut Polizei auch erst für den heutigen Tag angesetzt. Mit aussagekräftigen Ergebnissen könne frühestens am späten Nachmittag gerechnet werden. So lange wäre es reine Spekulation die beiden Toten, eine Frau und ein Mann, mit zwei aktuellen Vermisstenfällen in Verbindung zu bringen.
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