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Verletzte „Püppi“ sucht jetzt ein ruhiges Zuhause

Fundhund Verletzte „Püppi“ sucht jetzt ein ruhiges Zuhause

Viele Leser hat das Schicksal des schwer verletzten kleinen Zwergpinschers „Püppi“ berührt. Nach der Berichterstattung meldeten sich gestern auch die Besitzer des Tieres. Das Tierheim will den kleinen Hund nun vermitteln.

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Der kleine Pinscher „Püppi“ hofft auf ein neues Zuhause, in dem es ihm besser ergeht als bei seinen alten Besitzern.Foto: Tierheim

Marburg. Von Verständnislosigkeit bis Wut reichten die Reaktionen von Lesern auf die Misshandlung des etwa ein halbes Jahr alten Tieres auf der ­Facebookseite der OP. Wohl ­aufgrund der Berichterstattung in der Zeitung und im Fernsehen meldeten sich gestern auch die Besitzer des Hundes, der auf einem Rastplatz an der B255 nahe Mornshausen mit schweren Verletzungen zurückgelassen worden war.

Die Polizei ermittelt nun, ob die Tierhalter sich eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz schuldig gemacht haben, welcher Art die Verletzungen genau sind und woher sie stammen, sagte Polizeisprecher Martin Ahlich gestern. Details zu dem Fall wurden wegen der laufenden Untersuchungen gestern allerdings nicht mitgeteilt.

Püppi fasst wieder Vertrauen zu Menschen

Für den kleinen Zwergpinscher (im Volksmund Rehpinscher), den das Marburger Tierheim-Team „Püppi“ getauft hat, kann nun unabhängig von den möglichen Konsequenzen für die bisherigen Besitzer eine bessere Zeit anbrechen. Wie Robert Neureuther vom Tierheim in Cappel mitteilte, können sich Tierfreunde bewerben, die dem jungen Hund ein ruhiges Zuhause bieten können, wo er sich von den schlimmen Erfahrungen erholen kann.

Püppi gehe es jetzt den Umständen entsprechend gut, mit täglichem Verbandwechsel, Schmerzmitteln und Antibiotika wird die Hündin behandelt. Bei gutem Verlauf könnte die Wunde im Nacken und Rückenbereich in etwa 14 Tagen geheilt sein, bei Komplikationen könne es aber auch länger dauern, so Neureuther weiter. Püppi fasse langsam wieder Vertrauen zu Menschen. „Sie hat gemerkt, dass sie hier gut behandelt wird.“ Einem neuen Besitzer werde das Tierheim mit Rat und Tat zur Seite stehen, so Neureuther.

  • Wer Püppi ein neues Zuhause geben will, kann sich unter Telefon 06421/46792 oder per Mail (tierheim@marburg.de) an das Tierheim Marburg wenden.

von Michael Agricola

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Der verletzte Hund wurde im Tierheim Püppi getauft.Foto: Kieselbach

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