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Verkehrsversuch bringt Staus in der Bahnhofstraße

Robert-Koch-Straße Verkehrsversuch bringt Staus in der Bahnhofstraße

Die Reaktionen zur neuen Verkehrsführung in der Robert-Koch-Straße reißen nicht ab.

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Nach wie vor neuralgischer Punkt im Nordviertel: Die Kreuzung Bahnhofstraße/Robert-Koch-­Straße/Rosenstraße.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die neue Verkehrssituation im Nordviertel sei für Anwohner in der Uferstraße und Deutschhausstraße sehr schlecht, sagte ein Anwohner aus der Uferstraße (der Name ist der Redaktion bekannt).

Durch den Wegfall der Parkplätze in der Robert-Koch-Straße habe der Park-Such-Verkehr zugenommen. Auch sei der Ampelübergang für viele Sehbehinderte und Blinde schlecht. „Alles ist am runden Tisch ausgedacht worden. Keiner hat mit den Anwohnern und den Menschen, die täglich hier entlang laufen, gesprochen“, sagt der Anwohner.

Menschen suchen zunächt vor Ort nach Parkplätzen

Als er sich bei Mitarbeitern des Ordnungsamts, die gerade an Auswärtige Knöllchen verteilte, über den Wegfall der Parkplätze beklagt habe, sei ihm gesagt worden, dass am Afföller genügend Parkraum vorhanden sei. „Die Menschen suchen dennoch zuerst vor Ort nach Parkplätzen“, sagt er. Andere fürchten, dass sich die Lage zu Semesterbeginn verschärfen wird.

Womöglich noch schwerwiegender ist die Situation in der Bahnhofstraße. Hier staute sich auch gestern wieder der Verkehr stadteinwärts vor der umgebauten Kreuzung in den Stoßzeiten bis auf die Autobahnabfahrt zurück.

FDP fordert: Zweite Spur stadteinwärts wiederherstellen

Die Marburger FDP spricht deswegen von einem „gefährlichen verkehrstechnischen Herumexperimentieren von Rot-Grün“. „Die Stadt und ihre „Planer“ benehmen sich, als sei Marburg ein Spielteppich, auf dem man Autos herumschieben kann, wie man will“, sagt der Stadtverbandsvorsitzende Christoph Ditschler. Und der liberale Stadtverordnete Hanke Bokelmann fordert, die zweite Spur stadteinwärts wiederherzustellen.

Auch die Marburger Linke spricht davon, dass der Verkehrsversuch zum „Flop“ werden könne. „Kaum jemand biegt Richtung Innenstadt in die Robert-Koch-Straße ab, und die Elisabeth-Straße wird kaum entlastet“, sagt der Fraktionsvorsitzende Henning Köster, der deswegen fordert: „An der Umweltstraße Elisabethstraße führt kein Weg vorbei.“ Das vielfach angeführte Argument fehlender Parkplätze lässt Köster dagegen nicht gelten: Es gebe im DVAG-Parkhaus ausreichend Parkplätze.

Oberbürgermeister will an "Stellschrauben" drehen

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sagte im Gespräch mit der OP zu, an „Stellschrauben“ zu drehen, um die hochbelastete Kreuzung Bahnhofstraße/Rosenstraße/Robert-Koch-Straße zu entlasten. Möglicherweise müssten die Grünphasen für Fußgänger und Autofahrer an der Kreuzung voneinander entkoppelt werden, um das Rechtsabbiegen von der Bahnhof- in die Rosenstraße schneller zu ermöglichen. Klar ist für Vaupel: „So, wie der Zustand jetzt ist, schaffen wir keine Entlastung für die Elisabethstraße.“

Köster kündigte für seine Fraktion gegenüber der OP an, für die nächste Stadtverordnetenversammlung förmlich die Umwidmung der Elisabethstraße zur Umweltstraße zu beantragen.

von Till Conrad und Anna Ntemiris

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