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Verkehrsknotenpunkt ist beruhigt

Bahnhofsvorplatz Verkehrsknotenpunkt ist beruhigt

Der Bahnhofsvorplatz ist fertig. Donnerstagvormittag wird er für den Verkehr freigegeben. Mehr als drei Jahre hat der Umbau gedauert; er war Teil  der Umgestaltung des gesamten Bahnhofsgeländes.

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Der Marburger Bahnhofsvorplatz wird am Donnerstgvormittag für den Verkehr freigegeben.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Eine der Haupt-Zielsetzungen der Stadt war es, den Bahnhofsvorplatz zu einer „Visitenkarte“ für die Stadt zu machen. Dazu sollten die Verkehrsbelastung (täglich bis zu 12 000 Pkw) deutlich reduziert, die teils dramatische Enge an den Bushaltestellen beseitigt und ein gleichberechtigtes Nebeneineinander der unterschiedlichen Verkehrsmittel erreicht werden.

Hier finden Sie eine Grafik zur neuen Verkehrsführung am Bahnhofsvorplatz.

Kernstück des neuen Bahnhofsvorplatzes ist die große Mittelinsel, von der aus Fahrgäste in die Busse einsteigen. Die Bussteige an der Mittelinsel lösen ab Donnerstagvormittag gegen 10 Uhr die bisherigen Haltestellen ab. Die Busse erreichen den Bahnhofsvorplatz in der Regel aus Richtung Neue Kasseler Straße und umqueren die Mittelinsel im Uhrzeigersinn – sodass der Einstieg in den Bus von der Mittelinsel aus möglich ist.

Die Busausfahrt vom Bahnhofsvorplatz in Richtung Bahnhofstraße und Krummbogen wird künftig per Ampelschaltung geregelt. Beide Lichtsignale stehen ausschließlich den Linienbussen der Stadtwerke Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf zur Verfügung. Die Fahrer der Busse fordern das Grünsignal jeweils per Transponder an.

Auf dem gesamten Bahnhofsvorplatz gilt Tempo 20 für alle Verkehrsteilnehmer. Pkw sind ohnehin nur als Liefer- oder als Anliegerverkehr erlaubt. Bahngäste können an der sogenannten Kiss-and-ride-station seitlich neben dem Bahnhofsgebäude ein- und ausgeladen werden.

Dort befindet sich ab morgen auch der Taxistand, der bisher auf der südlichen Seite des Vorplatzes untergebracht war. Taxis rücken dann aus Richtung der Neuen Kasseler Straße auf, wo sie die bisherigen Busstreifen nutzen.
Während Busse und Radfahrer den Bahnhofsvorplatz auch aus Richtung Bahnhofstraße und Krummbogen erreichen, müssen Autofahrer, die zum Bahnhofsvorplatz wollen, den Weg über Ernst-Giller-Straße, Mauerstraße und Neue Kasseler Straße nehmen.

Auch für Radfahrer gilt die Einbahnstraßenregelung

Wie für Busse und den motorisierten Individualverkehr gilt auch für Radfahrer die Einbahnstraßenregelung entgegen dem Uhrzeigersinn.   Über einen zweiteiligen Überweg können Radfahrer unterhalb der Elisabethbrücke die Straße überqueren, um in Richtung Frankfurter Straße weiterzufahren.

Für blinde und sehbehinderte Menschen wurden drei „Fußgängerschutzanlagen“ mit Ampeln entwickelt, um ihnen über akustische Signale und die Struktur des Bodens den Übergang vom Bahnhofsgebäude zu den Haltestellen zu ermöglichen.

Insgesamt hat die  Sanierung des Hauptbahnhofs und die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mehr als 30 Millioen Euro gekostet.  „Wir haben zuende gebracht, was 1998 mit der ersten Planung begonnen hat“, hatte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) vor Weihnachten schon auf die lange Dauer der Planungs- und Umbauarbeiten verwiesen. Stadt, Gewobau und Deutsche Bahn beteiligten sich an den Kosten.

Vor allem über die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hatte es lange Diskussionen gegeben. Harald Schröder, Leiter der Verkehrsbehörde,  meint aber, dass nun ein Weg gefunden ist, um den Interessen aller Verkehrsteilnehmer gerecht zu werden.

von Till Conrad

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