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Verkehrs-Reform in der Nordstadt steht bevor

Bauarbeiten Verkehrs-Reform in der Nordstadt steht bevor

Die Elisabethstraße in Marburg wird nicht verkehrsberuhigt. Alle Autos dürfen somit weiterhin in die Innenstadt fahren. Die Einbahnstraßenregelung in Robert-Koch- und Bunsenstraße wird aufgehoben. Das sehen die Pläne des Magistrats vor.

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Einbahnstraßen-Regelung aufgehoben: Die Bauarbeiten in der Nordstadt beginnen am Montag.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. Die Verkehrsführung in der Nordstadt wird verändert. Künftig werden Autos über die Robert-Koch- und Bunsenstraße ins Zentrum fahren können – die Elisabethstraße wird entgegen Ursprungsplanungen nicht gesperrt.

Das sind die Kernpunkte des Magistrats-Vorhabens, das am Donnerstag vorgestellt worden ist. Ab Montag beginnen die Bau- und Markierungsarbeiten in dem Bereich, ab Ende August soll die neue Verkehrsführung, der Wegfall der Einbahnstraßenregelung gelten.

„Das alles wird eine deutliche Entlastung vor allem für die Anwohner in der Elisabethstraße zur Folge haben“, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Nach Berechnungen der Stadt werde sich die Zahl der täglich zwischen 12.000 und
13.000 durch die Straße fahren Autos „um ein Viertel verringern“, sagt Baudirektor Jürgen Rausch. Der Wegfall der Einbahnstraßen-Regelung in der Robert-Koch-Straße ermögliche „allen direktere Wege in die Innenstadt. Man muss keinen Bogen mehr fahren“, sagt er.

„Der Zweirichtungsverkehr wird zu einer merklichen Entlastung der Bahnhofstraße zwischen Rosenstraße und Wehrdaer Weg und der Elisabethstraße führen. Aber auf diesen Schritt muss auch der zweite folgen: die Sperrung der Elisabethstraße für den Pkw-Verkehr“, sagt Henning Köster (Linke) auf OP-Anfrage.

Neue Ampeln, neue Inseln

Nur dieser, bereits seit 2002 vorgesehene Schritt würde eine „beträchtliche Verringerung des Verkehrs vor der Elisabethkirche bedeuten, und das Gebäude, die Anwohner und die vielen Besucher von Lärm und Abgasen entlasten“, sagt er.
Jürgen Rauschs Angaben zufolge, ist eine Veränderung der Verkehrsregelung in der Elisabethstraße jedoch erst zwischen 2017 und 2019 denkbar. Im Zuge der dann anstehenden Umgestaltung des Einmündungsbereichs zur Ketzerbach, soll die Elisabethstraße wohl ebenfalls Fahrradstreifen bekommen.

Auf der Robert-Koch- und der Bunsenstraße werden unterdessen ab kommenden Montag solche Radstreifen (Breite: 1,25 Meter) bereits eingezeichnet, auch zwei neue Ampeln sowie Verkehrsinseln werden aufgebaut, um Fußgängern und Radfahrern das Überqueren zu erleichtern. Eine Ampel von der Bunsen- zur Deutschhausstraße wird umgerüstet, eine neue wird an der Ecke Firmanei- und Uferstraße errichtet. An diesem Übergang wird sie als Bedarfs-Ampel aufgestellt, die über Radar-Detektoren auch den Zweiradverkehr analysiert.

Parkplätze fallen weg, Bus-Stopps werden verlegt

Wie Michael Hagenbring von der Straßenverkehrsbehörde erläutert, werde die Anlage je nach Bedarf für Autos auf der Hauptstraße auf Rot schalten, sobald Radfahrer die Bunsenstraße überqueren wollen. An den Übergängen werden die Gehwege zudem behindertengerecht zum Teil bis auf den Erdboden abgesenkt. „Somit wird es an der Stelle eine klare Verbesserung für diese Verkehrsteilnehmer geben“, sagt Katharina Grieb, Radverkehrs-Beauftragte der Stadt.

Problem für Autofahrer: In der Robert-Koch-Straße fallen durch die neuen Fahrradstreifen ab sofort die Parkplätze am Straßenrand weg. „Sie daneben zu erhalten, lässt die Straßenbreite einfach nicht zu“, erklärt Rausch. „Die Maßnahmen speziell in der Robert-Koch-Straße bedeuten für Radfahrer einen kleinen Meilenstein“, sagt Kahle.

Neben der Bushaltestelle nahe der Volkshochschule wird auch der Stopp Bunsenstraße beim Mütterzentrum abgebaut – die Haltestelle wird seit dieser Woche gegenüber dem Jugendhaus Compass errichtet. Die Kosten für alle Umbauarbeiten in der Nordstadt belaufen sich nach Angaben des Magistrats auf 250.000 Euro.

von Björn Wisker

 
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