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Vergewaltigungs-Prozess endet mit Freispruch

Landgericht Marburg Vergewaltigungs-Prozess endet mit Freispruch

Nach einer dreijährigen Odyssee durch die Instanzen endete am Mittwoch ein Prozess wegen Vergewaltigung vor dem Landgericht Marburg.

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Was geschah 2006 auf dem Parkdeck der Kaufmännischen Schulen? Das Gericht konnte den Fall nicht klären. Archivfoto

Marburg . Mit einem Freispruch endete der Prozess gegen zwei Männer, denen vorgewurfen wurde, 2006 eine 16-Jährige am Parkdeck der Kaufmännischen Schulen auf dem Rücksitz eines Autos wechselseitig vergewaltigt zu haben. Die Männer hatten ausgesagt, dass es an dem Tag zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit der jungen Frau gekommen sei, die als Nebenklägerin in dem Verfahren auftrat.

Im Mai 2008 waren die beiden Beschuldigten wegen dieses Falls vom Marburger Landgericht zu Freiheitsstrafen von viereinhalb und dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Doch der Bundegerichtshof hatte im November das Urteil mit der Begründung aufgeboben, das Gericht habe die Schwierigkeit der Beweislage nicht ausreichend gewürdigt.

Das Landgericht Marburg, das den Fall neu aufrollte, konnte nun aber wegen der unklaren Aussagen der jungen Frau kein Licht ins Dunkel bringen. Richter Dr. Carsten Paul sprach die Angeklagten daher frei. „Dies ist kein Freispruch wegen erwiesener Unschuld“, betonte er.

von Christoph Wohlleben

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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