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Vergewaltiger muss drei Jahre in Haft

Schöffengericht Marburg Vergewaltiger muss drei Jahre in Haft

Vor dem Marburger Schöffengericht endete gestern die am Donnerstag begonnene Verhandlung gegen einen 29-Jährigen mit einem Schuldspruch.

Marburg. Der Vorsitzende Richter Mirko Schulte trug das Urteil vor, dass mit drei Jahren Haft wegen Vergewaltigung und Körperverletzung ein Jahr unter der Forderung von Staatsanwältin Annemarie Wied blieb. Richter und Schöffen folgten Wieds Sicht des Falls, die "keinerlei Zweifel an der Darstellung" des Opfers, die als Nebenklägerin in ihrer "konstanten" Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit keine Peinlichkeit ausgelassen, sich zum Teil selbst be- und den Angeklagten entlastet habe. Diese Schildrungen passten nicht zu einer Falschbelastung, erklärte die Staatsanwältin.

Wied schilderte nochmals den Ablauf am Tatabend (OP berichtete). Einer erdrückenden Beweislage mit "detailreichen Angaben" der Nebenklägerin stünde eine "farblose Schilderung" des Angeklagten gegenüber, der während des Verfahrens nichts an nachträglicher Demütigung ausgelassen habe. Strafmildernd wirke sich die besondere Haftempfindlichkeit des Angeklagten aus, für den "jeder Tag im Gefängnis anders zähle".

von Gianfranco Fain

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